Radfahrerin von LKW schwer verletzt

Unter der lapidaren Überschrift „Radfahrerin übersehen“ berichtet die Polizei von einem erneuten Rechtsabbiegeunfall in Berlin. Die Meldung im Wortlaut: „Heute Mittag übersah ein 53-jähriger LKW-Fahrer in Mitte beim Rechtsabbiegen eine 43-jährige Radfahrerin. Die 43-Jährige radelte gegen 13 Uhr 30 mit ihrem Ehemann die Wilhelmstraße in Richtung Unter den Linden entlang, als an der Kreuzung Wilhelmstraße Ecke Leipziger Straße ein LKW sie erfasste. Die Frau geriet mit ihrem Fahrrad unter die Zugmaschine und wurde dabei schwer verletzt in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht. Ihr 58-jähriger Ehemann, der die Kreuzung bereits passierte, blieb unverletzt.“
Pressemeldung der Polizei vom 07.06.2007

9 Gedanken zu „Radfahrerin von LKW schwer verletzt

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  1. Es ist immer schlimm, wenn es im Straßenverkehr zu Unfällen mit Personenschäden kommt, daran besteht absolut kein Zweifel. Aber warum ist diese Pressemeldung der Polizei „lapidar“? Es handelt sich um einen Polizeibericht und die füllen nun mal nicht die Titelseite der Berliner Morgenpost. Versteh ich jetzt nicht ganz.

  2. Hallo Thomas, ich finde die Formulierung in der Überschrift „Radfahrerin übersehen“ angesichts der Schwere des Unfalls nicht angemessen. Radfahrer und Radfahrerinnen werden häufig übersehen, aber nicht jeder Fall von „Übersehen“ führt dazu, dass jemand möglicherweise für sein ganzes Leben gezeichnet ist. Meine Kritik betrifft aber lediglich diese einzige Pressemeldung und meint nicht die Pressemeldungen der Berliner Polizei im Ganzen. Im allgemeinen berichtet die Polizei in den Pressemeldungen sachgemäß und objektiv. Gruß von Kalle

  3. @Kalle
    Bei allem Respekt, aber ließ auch mal hier:
    [Stammtischlink]

    Was hat das den mit dem beschriebenen Unfall zu tun? Das war ein Verstoss des LKW und dazu ein absolut Typischer.Rechtssabbieger werden links von den Geradeausfahrenden geführt, eigentlich völlig hirnrissig, aber das ist eben die Radwegrealität. Leider glauben immer noch viel zu viele das Radwege sicher seien :(.

    Und „Radfahrer übersehen“ ist nun mal ein euphemistischer Ausdruck für z.B. „Radfahrerin von LKW schwer verletzt“.

    Trollig (provokativ) ist nur dein Post inkl. Link in dem schön die wichtigsten Stammtischargumente aufgeführt werden. Zeit für ne Runde Bullshitbingo :).

  4. @sid
    Stammtischlink, lach. Erlaubt in Eurem Blog Pingbacks und so ein Link sieht anders aus. Macht Quicktags oder Angaben dazu, ob HTML-Formatierungen möglich sind. 😉

    Und diesen Eintrag habe ich hierher verlinkt, weil der Unterton von Kalle deutlich zu hören ist -> Pro-Radfahrer -> Contra-Autofahrer, bezogen auf die Textstelle „Radfahrer werden häufig übersehen“. Und die sog. Stammtischargumente begegnen den Autofahrer tagtäglich ganz real und aus heiterem Himmel und landen dann womöglich in der Klink. Schuld ist IMMER nur der böse Autofahrer, jaja. Wenn Du meinen Beitrag liest, dann wirst Du nicht übersehen, dass ich die Autofahrer nicht pauschal decke, so wie das hier mit den Radfahrern geschieht!

    Ich würde mal sagen bist ein typischer Radfahrer, oder warum reagierst Du so betroffen? 😀 Also langsam von wegen Bullshit…. 😀

  5. Hallo Thomas,

    in der Tat bin ich für mehr Fahrräder und für weniger Autos in der Stadt, weil ich glaube, dass das die Stadt lebenswerter und ihre Bewohner zufriedener macht. Insoweit hast du den Unterton richtig herausgehört.

    Der von dir verlinkte Beitrag beginnt mit dem Satz: „Nicht alle, aber sehr, sehr viele Radfahrer sind durch ihr Verhalten und ihre Fahrweise Provokateure von Verkehrsunfällen.“ Findest du solch ein Statement angesichts des oben geschilderten Unfalls geschmackvoll? Sid hat völlig Recht, wenn er deinen Link als Ansammlung von Stammtischargumenten bezeichnet.

    Ja, ich gebe zu, ab und an mal bei kirschgrüner Ampel über die Kreuzung zu fahren. Aber deine Generalisierung „Die Autofahrer halten sich an die Straßenverkehrsordnung, die Radfahrer nicht!“ ist nicht nur falsch, sie ist auch gefährlich. Nenn mir bitte eine Tempo-50-Straße, egal ob in Hamburg oder Berlin, in der sich die Kraftfahrer an die Tempobegrenzung halten! Nahezu jeder kalkuliert den Zehn-Prozent-Messfehler bei Tempokontrollen ein und fährt deshalb 55 kmh. Ja, das ist ebenfalls eine Verallgemeinerung, aber sie kommt der Wahrheit vielleicht näher als die pauschalen Behauptungen, die du aufstellst. Das Schlimme ist, dass die „kreative Interpretation der StVO“ tief verwurzelt ist in unserer Gesellschaft. Was anderes haben die Blitzermeldungen im Radio zu bedeuten?

    Zum Schluss noch eine Info für dich: ich bin Kalle und schreibe einen Teil der Beiträge im Rad-Spannerei-Blog. Wenn dir der Grundton in unserem Blog missfällt, dann greif bitte mich und nicht sid.

    Gruß von Kalle

  6. Alles klar. Ich sehe das alles falsch und geschmacklos. Und morgen ist Nikolaustag…..

    Allzeit gute Fahrt bei „kirschrot“! 😀

  7. looooooooooooooooooooooooooooooool du behauptest ernsthaft das wär kein stammtischlink? das ist ja der größte automüll überhaupt. und danke ja, ich kenn auch beide seiten…………aber nicht wegen der autos, sondern wegen der umwelt und der bestehenden alternative (fahrrad).

  8. Heute hab ich doch glatt einen kleinen Unfall provoziert :).
    Ich will geradeaus auf der rechten Spur über die Kreuzung fahren (und bin schon fast bei der Hälfte, als es sich auf der linken Spur ein Taxi noch überlegt, statt nach links, lieber doch noch schnell ohne Blinker rechts abzubiegen. Leider war ich schon im Weg und konnte nur noch leicht nach rechts steuern. Bin dann erst mit meinem Rad am Auto entlangeschliddert um mich dann auf seinem Kofferraum abzusetzen und dann mit Schwung auf die Fahrbahn zu federn. Hab´ ich sogar gestanden.
    Gute Kür würde ich sagen ;).
    Zum Glück hab´ ich nichts abgekriegt, Rad auch nicht, Taxi hat allerdings ein paar Kratzer. Schuldfrage war ziemlich eindeutig, so sind wir dann schon kurze Zeit später unserer Wege gegangen.
    .
    SCNR (Sorry, eigentlich in der Form etwas unpassend zum Thema…)

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