Bundeszuschüsse für den Bau von Radschnellwegen

Laut einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ plant Bundesbauminster Dobrindt (CSU) eine „millionenschwere Finanzspritze“ für den Bau von Schnellradwegen in Deutschland. Dobrindt: „Diese Entwicklung wollen wir mitgestalten und dafür sorgen, dass das Rad weiter an Attraktivität gewinnt.“ Das Förderprogramm soll voraussichtlich 25 Millionen Euro betragen. Damit Bundeszuschüsse direkt für den Bau von Fahrradschnellwegen geleistet werden können, soll das Bundesfernstraßengesetz geändert werden. Detailregelungen würden „schnellstmöglich abgeschlossen“, ließ das Ministerium verlauten. Der Meldung ist nicht zu entnehmen, ob das Förderprogramm einmalig ist oder Jahr für Jahr neu aufgelegt werden soll. Wenn man davon ausgeht, dass sich 16 Bundesländer um Fördermittel bemühen und die Gelder nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden, erhält jedes Land eine Summe von 1,56 Lillionen Euro.

Saarbrücker Zeitung: Dobrindt legt Förderprogramm für Radschnellwege auf

7 Gedanken zu „Bundeszuschüsse für den Bau von Radschnellwegen

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  1. Sieht so aus, als wäre die Aktion der Grünen vom April doch nicht so umsonst gewesen.

    http://www.mobilmanie.de/mobilmanisches/radverkehrsforum-hochschalten-statt-ausbremsen-aber-nicht-beim-bund/

    Einer der Schwerpunkte waren die Vorschläge zur stärkeren Beteiligung des Bundes beim Radwegebau. Damals war der Staatssekretär Norbert Barthle noch sehr abweisend und die Grünen präsentierten ein Rechtsgutachten, dass dem Bund durchaus rechtlich mehr Möglichkeiten einräumte.

    Inzwischen hat Dobrindt ja sogar ganz offiziell in der ADFC-Mitgliederzeitschrift dem Fahrrad eine wichtige Rolle attestiert. Ist noch ein langer Weg, aber so in 20-30 Jahren sind wir vielleicht mit den Selbstverständlichkeiten durch.

  2. „Inzwischen hat Dobrindt ja sogar ganz offiziell in der ADFC-Mitgliederzeitschrift dem Fahrrad eine wichtige Rolle attestiert.“

    Ich hab da nur inhaltsleere Plattitüden gelesen, die jemand mitels Phrasenbausteinen zwischen 12 und Mittag geklebt hatte.

  3. Im von Michael verlinkten mobilmanie-Artikel habe ich zwei interessante Stellen gefunden:

    […]Während die ADAC-Argumentation von Ulrich Klaus Becker (ADAC Vizepräsident für Verkehr) auf die Forderung nach Entmischung von MIV und Radverkehr hinauslief und er durchaus konstatierte, dass der MIV in den Städten ein Problem habe und Radverkehrsförderung hier ein wichtiger Baustein der Mobilität in den Städten sei[…]

    Oha. Tatsache: Der ADAC ganz auf einer Linie mit @Vorstadt-Strizzi. Entmischung und und Radverkehrsförderung….

    …um Autofahrer-Probleme zu lösen.

    __________

    und:

    Fahrradstraßen dagegen seien – so Brockmann – “Papiertiger” weil sie nur dann Sinn machten, wenn man den Durchgangsverkehr von KFZ wirksam unterbinde, was nur seltenst geschehe.

    Das muss ja ein ganz schlimmer Kfz-Lobby-Finger sein, dieser Brockmann, wie uns @vorstadt-strizzi hier ständig verkündet.
    Kfz-Durchgangsverkehr in Fahrradstraßen verunmöglichen. Das ist natürlich klares Autofahrerinteresse….

    …nicht.

    _______

    … man munkelt ja bereits vielerorts, dass @vorstadt-strizzi ein TeamBotMitarbeiter der ADAC-Kfz-Auto-Versicherngslobby in deren Ministerium für Wahrheit sei.

  4. Im von Michael verlinkten mobilmanie-Artikel habe ich zwei interessante Stellen gefunden:

    […]Während die ADAC-Argumentation von Ulrich Klaus Becker (ADAC Vizepräsident für Verkehr) auf die Forderung nach Entmischung von MIV und Radverkehr hinauslief und er durchaus konstatierte, dass der MIV in den Städten ein Problem habe und Radverkehrsförderung hier ein wichtiger Baustein der Mobilität in den Städten sei[…]

    Oha. Tatsache: Der ADAC ganz auf einer Linie mit @Vorstadt-Strizzi. Entmischung und und Radverkehrsförderung….

    …um Autofahrer-Probleme zu lösen.

    __________

    und:

    Fahrradstraßen dagegen seien – so Brockmann – “Papiertiger” weil sie nur dann Sinn machten, wenn man den Durchgangsverkehr von KFZ wirksam unterbinde, was nur seltenst geschehe.

    Das muss ja ein ganz schlimmer Kfz-Lobby-Finger sein, dieser Brockmann, wie uns @vorstadt-strizzi hier ständig verkündet.
    Kfz-Durchgangsverkehr in Fahrradstraßen verunmöglichen. Das ist natürlich klares Autofahrerinteresse….

    …nicht.

    _______

    … man munkelt ja bereits vielerorts, dass @vorstadt-strizzi ein TeamBotMitarbeiter der ADAC-Kfz-Auto-Versicherngslobby in deren Ministerium für Wahrheit sei.

  5. @ Jochen: Na logo ist ein solcher Beitrag in der Radwelt erstmal nur Worthülse. Das besondere an dem Artikel war, dass Dobrindt sich überhaupt dazu herabgelassen hat. Und im Nachgang muss man sagen, dass ja auch wirklich etwas Bewegung in die Sache zu kommen scheint. Wie überall, wenn Politik und Radverkehr zusammenkommen, keine Herzensangelegenheit sondern den steigenden Bedürfnissen hinterherhinkend… aber immerhin. Wie ich oben schon sagte, in 20-30 Jahren…

  6. @ reclaim: Mit Entmischung meinte der Herr vom ADAC, Radfahrer weg von den Hauptstraßen, ab ins Nebenroutennetz.

  7. allerdings, auf sogenannte Fahrradstraßen (natürlich dann mit Freigabe für alles und jeden und Nachrang).

    Und das neue Zauberwort des ADAC ist, Infrastruktur müsse „bezahlbar“ sein. So bezahlbar wie eine Stadtautobahn wahrscheinlich…kaum wird ernsthafte Infrastruktur für Fahrräder gefordert, zeigt sich, dass die Autolobby natürlich nicht dafür ist.

    http://www.morgenpost.de/berlin/article208434771/Wie-die-Mobilitaet-der-Zukunft-in-Berlin-aussieht.html

    @reclaim, das allseits beliebte Kindergartenspiel („selber, selber Autolobby“) bringt doch nichts. Ja auch die UDV bringt durchaus eine Reihe richtiger Aspekte ein, aber die konsequenten Schlüsse – Förderung anderer Verkehrsmittel für weniger Autoverkehr in der Innenstadt – zieht sie daraus dann doch lieber nicht.

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