Sit-in vor der CM

Für heute Abend ruft eine neu gegründete Bürgerinitiative Oranienstraße zu einem kurzen Sit-in vor Beginn der Critcal Mass ein. Grund ist die Untätigkeit und Unfähigkeit des Senats in der„Radfahrerhölle Oranienstraße“. Die Oranienstraße war im Online-Dialog des Senats zur Radverkehrssicherheit im Jahr 2013 denkbar schlecht abgeschnitten und wurde in die Top-5-Gefährdungsstellen von Berlin gewählt. Nicht nur die Sicherheit ist hier gefährdet, auch die Pünktlichkeit der BVG leidet massiv unter Zweite-Reihe-Parkern. Der Volksentscheid Fahrrad unterstützt mit dem Sit-in die BI Oranienstraße, die Radwege und Tempo 30 fordert. Das Sit-in soll ab 19:30 Uhr in der Oranienstraße vor dem Fahrradladen Zentralrad (O-Straße 21) zwischen der Adalbertstraße und dem Heinrichplatz stattfinden und um 20:15 Uhr beendet sein, rechtzeitig, bevor die übliche Freitags-CM um 20:00 Uhr auf dem Heinrichplatz startet.

Initiative Volksentscheid
Initiative Volksentscheid Fahrrad: Aufruf zum Sit-in

6 Gedanken zu „Sit-in vor der CM

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  1. „… wurde in die Top-5-Gefährdungsstellen von Berlin gewählt …“ GEWÄHLT?? Gefährdungsstellen gehen aus der Unfallstatistik hervor. gewählt wurden eher die Top-„hier fühle ich mich nicht sicher“-Stellen. Und das sind meist nicht die gefährlichen Stellen, i.S.v. hier passiert auch tatsächlich viel, denn wo man sich gefährdet fühlt, passt man auf.

    Und ja, klar, „Gebt uns Radwege! Da sind wir sicher!“ … auf einer CM m( Radfahrer, praktiziert raumgreifende Fahrweise! Niemand gibt uns freiwillig den Raum der uns zusteht, wenn wir uns ihn nicht nehmen. Täglich. Radwege/-streifen sind das Ghetto in dem sich viele wohlfühlen, zum Preis der Gefährdung und Einsperrung aller.

  2. naaaaaaaja. auch als einer von diesen kampfradlern kann ich (schön großzügig dimensionierte ) dezidierte radspuren (keine radwege) durchaus begrüßen. fährt sich einfach angenehmer.

    wenn das ziel ist den radverkehrsanteil zu erhöhen macht es durchaus sinn, die gefühlten unsicherheitsorte umzugestalten. die gehwegradler an der b96 wären auch sofort verschwunden, wenn man ihnen die parkspur zur verfügung stellen würde …

  3. Die Pünktlichkeit der BVG und die Geschwindigkeit der Rettungsfahrzeuge in der O-Straße leiden auch unter ERSTE-REIHE-PARKERN! Der Großteil der ständig zugeparkten Straße ist eigentlich Halteverbotszone! Wenn sich da auch nur zu den Berufsverkehrszeiten mal ein paar hundert Autofahrer dran halten würden, wäre die Straße auf einmal fast angenehm zu befahren.

  4. wer glaubt denn, dass ein Radstreifen NICHT zugeparkt sein wird?

  5. Die Oranienstraße gehört zu meinem täglichen Arbeitsweg. Vielleicht nicht die beste Straße zum Radfahren, aber ganz sicher keine „Radfahrhölle“. In der Gegend gibt es wirklich viele Straßen, die weit schlimmer sind. Ich mache sogar extra einen Umweg um die Oranienstraße zu befahren und nicht z.B. die Mariannenstraße. Die ist mit ihrem Kopfsteinpflaster schon eher eine „Radfahrhölle“.

  6. Ein wichtiger Artikel von David Hembrow ist jetzt auch auf Deutsch verfügbar:

    https://anderebmv.wordpress.com/2016/08/10/die-drei-arten-der-sicherheit/

    Die Oranienstraße ist ein gutes Beispiel für eine mindestens subjektiv sehr unsichere Radfahrstrecke.

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