Magnic Light mit finaler Version

Im März 2012 haben wir hier im Blog das Fahrradlicht „Magnic Light“ vorgestellt. Damals war das noch kein fertiges Produkt, sondern lediglich ein Kickstarter-Projekt auf der Suche nach 50.000 Dollar Startkapital. Mit diesem Geld sollte eine Fahrradbeleuchtung auf den Markt gebracht werden, das seine Energie berührungslos von einer Metallfelge erhält.

Einige haben damals gemeint, dass es unmöglich sei, so eine Veloleuchte zu bauen. In der Tat hat es ein wenig länger gedauert als die Erfinder damals versprachen. Dennoch, das Licht ist da und kann auf der Eurobike überzeugen. Die ersten Produkte von Magnic Light gingen fast vollständig an die Kickstarter-Supporter. Die nächste, verbesserte Produktionseinheit wird im Oktober kommen und zumindest für die Rückleuchte erwarten die Macher von Magnic Light ein StVZO-Prüfzeichen.

Ein wenig suboptimal ist die Tatsache, dass eigentlich zwei Lichter jeweils vorn und hinten benötigt werden, da das Licht von der Seite aus gesehen durch den Reifen verdeckt ist. Um dennoch nur mit nur einem Hinterlicht auszukommen, hat sich Magnic Light eine Plexiglasscheibe ausgedacht, die über den Lichtkörper gesteckt wird und das Licht soweit nach oben ablenkt, dass das Rücklicht auch von einem seitlichen Blickwinkel aus zu sehen ist.

Magnic Light

15 Gedanken zu „Magnic Light mit finaler Version

Kommentare-Feed
  1. Schön, dass aus dem scheinbaren Papiertiger doch noch was geworden ist 🙂 Hoffentlich gibts eine ausreichend große Marktlücke dafür.

  2. Naja, ist das wirklich final? Sobald man steht, geht das Licht aus, was ich zumindest beim Rücklicht unvorteilhaft finde. Ich hatte den Erfinder mal angeschrieben und der meinte, 2014 soll auch eine Standlichtfunktion kommen. Die Idee dieser Lampe ist großartig. Ich hoffe der Preis geht noch etwas runter. Dann werde ich sie mir auch montieren.

  3. Über die Standlichtfunktion haben wir auch mit Dirk Strothmann – dem Miterfinder von Magnic Light – gesprochen. Problem dabei ist das StVZO-Prüfzeichen. Die Zulassungsstelle fordert, dass ein Standlicht mindestens fünf Minuten Dauerlicht gibt. Man könnte leicht einen Kondensator einbauen, aber entweder mit fünf Minuten Blinklicht oder mit Dauerlicht, das weniger als 5 Minuten leuchtet. Auf jeden Fall ist dann das Prüfzeichen futsch.

    und @Honzulinicek: Preis geht noch runter.

  4. Jo der Preis, dazu gibts in dem Video keine Information. Oder hab ich es überhört?

    Standlicht: Das KBA fordert FÜNF Minuten? Hm, das haben doch nichtmal die Cyo’s, die schalten doch nch sowas 3 Minuten automatisch ab, also beim Scheinwerfer.
    Aber gerade für ein Rücklicht einen ausreichend großen Kondensator einzubauen bzw. die LED-Leistung dann soweit zu drosseln, dass der gespeicherte Strom ausreicht, das sollte doch nicht so das Problem sein. Macht man das Gehäuse halt wenige Kubikzentimeter größer.
    Aber ist ja eh in erster Linie für Rennräder gedacht bzw. für die entsprechende Zielgruppe, die stehen doch eh nicht solange. 😀

    Finde es auch sehr gut, dass die Idee nun auch wirklich in die Serienproduktion übergeht. In der Idee steckt noch viel Potential, die zukünftig für noch mehr Innovationen sorgen könnte.
    Man stelle sich mal vor, wie es wäre, wenn so etwas fest in eine Rahmenstruktur integrierbar wäre und was für Energiemengen dadurch nutzbar würden.

    By the way, wurde auch irgendwo mal erwähnt wie es um die Effizienz bestellt ist? Wieviel Watt „verbraucht“ der Energiewandler für wieviel Watt bereitgestellter Stromenergie?

  5. Mich würde mal eine Fahrradlampe mit Tesla-Generator interessieren. Aber diese ist natürlich auch sehr innovativ.

  6. @Jochen Standlicht gefordert wird ja auch nur fürs Rücklicht, die Rücklichter von B&M halten alle entsprechend lange wenn der Kondensator erstmal voll war, fürs Standlich vorne gibt es iirc keine Vorgaben.

  7. Die Idee mit dem Wirbelstrom ist Top!
    Fehlendes Standlicht vorne und hinten ist ein sicherheitstechnisches No-Go.
    Die eingeschränkte Sichtbarkeit von der Seite ist ebenfalls ein sischerheitstechnisches No-Go.

  8. Habt Ihr das schon im Laden? Wenn nicht: Wann kommt es denn wohl?

  9. Schön schön. 🙂
    Das mit der seitlichen Sichtbarkeit hat nichts mit dem Wirkungsprinzip zu tun, sondern nur mit der Bauweise, die die Lampe direkt an den Generator packt. Da kann man sich sicher noch andere Bauweisen vorstellen, wo die Lampe eben am Lenker, Gabelschaft etc angebracht ist. Beim Nady hängt die Lampe ja auch nicht an der Achse 😉

  10. @Jochen: Der Preis liegt z.Z. laut Magnic-Light-Homepage bei 79,00 € (66,39 € ohne MwSt.) pro Stück für das einzelne Vorder- bzw. Rücklicht.

    Die Idee, das Licht in die Rahmenstruktur zu integrieren, liegt nahe. In Gabel oder Bremse eingebaut wäre so ein Dynamo unsichtbar.

    Was die Effizienz angeht: Strothmann meinte, dass die Dynamos eine Bremswirkung von gut zwei Watt haben. Ein bis eineinhalb Watt kommen bei den LEDs an, die vor achtzehn Monaten noch gar nicht auf dem Markt waren. Deshalb ist die Lichtausbeute höher als zu Beginn des Projektes erwartet.

    Beim YouTube-Filmchen habe ich mich gefragt, wie die das Bremslicht hinkriegen. Die Erklärung ist ganz einfach: da das Rücklicht an der Bremse befestigt ist, rücken die Magneten beim Bremsen näher an die Felge und das Rücklicht leuchtet heller.

    @vorTrieB: Die erste Produktionseinheit ist praktisch ausverkauft, die nächste kommt „ab Oktober“. Wenn sie da ist, haben wir sie im Laden.

  11. [quote]
    Beim YouTube-Filmchen habe ich mich gefragt, wie die das Bremslicht hinkriegen. Die Erklärung ist ganz einfach: da das Rücklicht an der Bremse befestigt ist, rücken die Magneten beim Bremsen näher an die Felge und das Rücklicht leuchtet heller.
    [/quote]

    Das würde bedeuten, dass das Bremslicht bei einer Vollbremsung nicht funktioniert, wenn man nur mit dem Vorderrad bremst. Ich persönlich bremse normalerweise nur vorne, weil man (zumindest bei guten Bedingungen) die maximal mögliche Bremsleistung erreicht, wenn das Hinterrad nahezu vollständig entlastet wird.

  12. @ Jakob
    sorry fürs klugschei$$en, aber die maximale negative Beschleunigung wird dann erreicht wenn sowohl Vorder- als auch Hinterrad so stark gebremst werden, dass sie gerade nicht blockieren. Speziell bei Vorderradbremsung kann bei vielen Fahrrädern die Schwerpunktlage dazu führen, dass das Hinterrad komplett „entlastet“ (=abhebt) wird bevor das Vorderrad blockiert. Durch ein verlagern das Schwerpunktes nach hinten und/oder nach unten (klassische MTB-Downhill Haltung -> Arme gestreckt, Bauch/Brust überm Sattel, Hintern überm Hinterrad), kann der Idealfall des fast Blockierens aber oft erreicht werden…

  13. Nee, zumindest bei Rädern mit flacher Sitzhaltung kommt das Hinterrad sehr schnell hoch. Die maximale Bremswirkung wird dann erreicht, während du „in der Luft hängst“. Das Vorderrad blockiert dann aber nicht vollständig, sondern dreht noch langsam. Die Gewichtskraft trägt dann ihren Teil zur Bremswirkung bei. Blockierende Vorderräder kenne ich vor allem von Liegerädern. Gerade bei Notbremsungen bleibt auch keine Zeit, den A.. hinter den Sitz zu bekommen.

  14. hmmm…hast Du Dir das mal genau aufgezeichnet? So mit freischneiden und so? Ich bin auch gerade zu faul dafür, also liege ich vielleicht auch daneben…
    Vielleicht hilft es sich die Extrema anzugucken: Wieviel kannst du noch Bremsen wenn der Schwerpunkt sich über der Vorderachse befindet ohne über den Lenker zu gehen? Richtig, gar nicht mehr. Sobald das Hinterrad hochgeht verändern sich die Hebelverhältnisse zwischen Schwerpunkt und Drehpunkt (VR-Achse) so dass bei gleicher Bremskraft das Hinterrad weitersteigt bis zum Überschlag.

    Der Problematik der Reaktion bei Notbremsung stimme ich Dir aber zu, das müsste man halt oft genug trockenüben damit es zum Reflex wird (Wie Kupplung und Bremse bei Notbremsung im Auto ohne nachzudenken).

  15. Nein, das ist so nicht richtig. Wenn das Hinterrad hochgeht, ergibt sich ein Gleichgewicht zwischen der Gewichtskraft und der Bremskraft. Die Bremskraft müsste immer höher werden, um in die Senkreche zu kommen. Man bräuchte sehr hohe Kräfte bzw. Verzögerungen, die normale Felgenbremsen gar nicht aufbringen. Was anderes mag das mit dem MTB auf sehr steilen Wegen sein. Fast alle, die behaupten, über den Lenker gegangen zu sein, sind über den Lenker gerutscht, weil sie es nicht mehr halten konnten. Wer genügend Kraft in den Armen hat, geht hinten hoch bis zum Stillstand und fällt dann wieder runter.

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