RBB Abendschau: Berlin will Fahrradfahrerstadt werden

Die Abendschau des RBB widmete sich gestern dem Thema Fahrradstraßen. Der Berliner Senat will weitere solche Straßen einrichten – ein guter Anlass, um über die Erfahrungen zu berichten.

Abendschau vom 5.9.2010: Berlin will Fahrradfahrerstadt werden

11 Gedanken zu „RBB Abendschau: Berlin will Fahrradfahrerstadt werden

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  1. leider geht der stream bei mir nicht 🙁

  2. …die Abendschau widmete sich btw. vorher dem Thema – böse Radfahrer, die bei Rot über die Ampel fahren…

    Bei mir ums Haus habe ich auch so eine Fahrradstraße. Aber einen Unterschied zu einer „normalen“ Autostraße merke ich nicht. Schätze das liegt daran weil die Straße eh in einer 30er Zone ist und die Autos hier ausnahmsweise – ob der Unübersichtlichkeit? – deutlich unter max. Geschwindigkeit fahren.

  3. …ups, zu schnell abgeschickt… was ich noch meinen wollte:

    Ich finde den Begtriff „Fahrradstraße“ sehr irreführend. Suggeriert er doch, dass das eine Straße für Fahrräder ist. In Wirklichkeit ist es aber eine ganz normale Straße, auf der Radfahrer nur ein paar klitzekleine u.v.a unwichtige „Vorteile“ haben… Eigentlich sollte es eine Straße sein, auf der NUR Fahrräder fahren dürfen.

    Dagegen ist „Autobahn“ schon eutig. Hier haben Fahrräder nichts zu suchen.

    Das ganze düngt mich ein weiterer Wischiwaschi-Maßnahme zu sein. Was tut man nicht alles, um Fahrradfahrerhauptstadt zu werden. 😉

  4. Hmmm… Die Idee, parallele Alternativrouten für den Fahrradverkehr zu schaffen ist ja sehr löblich. Dann haben meinem Verständnis nach dort aber auch keine Kfz etwas zu suchen.

    Solange man versucht so etwas durch „Anlieger frei“ Schilder zu regeln, so lange wird der Kraftfahrer versucht sein, diese alternative Route zur Umgehung des Verkehrsinfarktes auf den normalen Innenstadtrouten zu nutzen. Mit Schildedr funktioniert das nicht.

    Wie wäre es aber beispielsweise, wenn man auf halber Strecke der Fahhradstraße ein paar lustige Poller setzen würde, weche das Durchfahren der Straße für mehrspurige Fahrzeuge unmöglich machen???

    Dann ein einfaches Sackgassenschild dran, das Parken beidseitig dauerhaft verbieten und voila: Fertig ist die coole Radfahrstraße ganz ohne zusätzlichen Schilderwald…

    Warum muß man immer versuchen, das Rad neu zu erfinden und dabei den Schilderwald noch gründlich aufzuforsten?

  5. Der Begriff der „Fahrradstraße“ ist durchaus richtig – die Umsetzung fragwürdig. „Anlieger frei“ ist sonst eher eine Ausnahme, bei Fahrradstraßen die Regel.

    Und zu dem Bericht selbst:

    Dass mehr Verfahren wegen roter Ampeln bedeuten, dass es mehr Verstöße gibt, ist natürlich Unsinn. Je mehr die Polizei kontrolliert, umso mehr Verfahren gibt es.

    Und wenn man schon unbedingt die Linienstraße im Bericht erwähnt, dann sollte man die Unlogik, sie im Baustellenbereich zu einer Einbahnstraße zu machen, vielleicht mal nicht unerwähnt lassen. Die hat ihren Grund allein in der Breite von Kfz, die aber in der Straße – eigentlich – nur „Gäste“ sein sollen. Auf „Fahrradstraßen“, die sobald eine Baustelle ansteht, Radfahrer benachteiligen und aussperren, kann man getrost verzichten!

  6. würde gerne mal wissen wie oft die politiker, die immer das wort „fahrradstadt“ propagieren selber mit dem rad unterwegs sind. und zwar mit dem fahrrad als verkehrsmittel und nicht zum brötchenholen um die ecke oder beim sonntagsausflug ins grüne.
    vermutlich selten bis gar nicht. wozu auch? man hat ja dienstwagen und chauffeur.

  7. Fahrradstraßen find ich gut – allgemein ist es viel entspannter, sich Routen durch Nebenstraßen herauszusuchen. Nur die Autofahrer müssen noch dazulernen. Ich wohne in der Prinzregentenstraße, die erst kürzlich umgewandelt wurde. Der Fahrzeugverkehr hat bisher nicht nennenswert nachgelassen. Vielleicht schreib ich mal die Navihersteller an, damit sie die Straßen herausnehmen. Die Fahrbahnverengungen finde ich kontraproduktiv, sie schaffen eher unsichere Situationen. Durchquerbare Sackgassen dagegen sind toll, nur nicht für Autos, höhö.

    Ich schwanke auch immer, ob ich wirklich alle Rechte einfordern soll, denn das erzeugt ja Unmut und Aggression der Autofahrer auf Fahrradfahrer im Allgemeinen und mich im Speziellen. Mehr streifefahrende Polizisten wären super, aber das wurde ja schon in einem anderen Beitrag thematisiert 😉

    Ganz andere Brötchen werden in Kopenhagen gebacken. Daran sollte sich die Politik messen lassen, wenn sie mal wieder großmundig von Berlin als fahrradfreundlichster Stadt spricht: http://vimeo.com/13499122

  8. hmm, ich passiere oft die Fahrradstr. Schwedter Str im Stadtteil Prenzlauer Berg, bislang aber oft von Autos eingeschränkt worden. Daher konnte ich noch nicht so den Vorteil einer Fahrradstr. entdecken.

  9. Kopenhagen… Einfach traumhaft….. Und der Beweis, daß es geht…

    Aber der deutsche Laumichel war noch nie von der schnellen Truppe… Leider… (siehe AKW Verlägerungen… grrr… Bevor dieses Volk dem irren Treiben der Politik Einhalt gebietet muß man ihm erst die Fernseher, das Feierabendbier und das verfluchte Auto wegnehmen….)

  10. ja kopenhagen ist wirklich verkehrsmäßig ein traum. sogar autofahren ist dort während der rushhour deutlich entspannter als in berlin, da die verkehrsinfrastruktur viel eindeutiger und übersichtlicher ist.
    berlin muss sich den veränderten mobilitätsgewohnheiten der bevölkerung rasch anpassen, sonst steht die ökonomische, ökologische und internationale attraktivität berlins in der zukunft auf dem spiel.

  11. so, jetzt ging das video endlich. schön, dass die abendschau das mal erklärt was ne fahrradstrasse ist.

    allerdings find ich die formulierung zur einleitung des sendebeitrages “ … werden immer mehr strassen für fahrräder freigegeben …“ sehr unglücklich. suggeriert das doch, dass strassen grundsätzlich NICHT für radfahrer freigegeben sind.
    aber den sendebeitrag find ich sehr schön. erschreckend aber die unwissenheit einiger verkehrsteilnehmer. sowohl auf autofahrer-, als auch auf radfahrerseite („ich fahr hier so gerne wegen der schönen bilder auf der strasse“)

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