Adel auf dem Radel

Schon gewusst, dass die ersten Radfahrer häufig adlig waren? Napoleon III. zählte 1867 nach der Weltausstellung in Paris zu den ersten Käufern einer „Michauline“. Und ein Zeitungsartikel belegt, dass der Kronprinz mit Velocipeden in den Parks von Paris herumfuhr. „Bei der Gründung des Wiener Velocepidisten Clubs stellen die Mitglieder 1869 den Fürsten Egon von Thurn und Taxis an ihre Spitze. Im Wiener Bicycle-Club sind 1896 insgesamt sechs Fürsten, 16 Barone, 33 Freiherren, 50 Grafen sowie sieben Prinzen als Mitglieder verzeichnet …“ (Rüdiger Rabenstein: Radsport und Gesellschaft S. 54).

Nachdem das Fahrrad für jedermann erschwinglich wurde, nahm die Begeisterung für das Radfahren in Adelskreisen allerdings rapide ab. Immerhin: auch heute noch finden jährlich  Adel auf dem Radel-Sommerfreizeiten statt, bei denen blaublütige Kinder und Jugendliche gruppenweise von Gut zu Gut fahren. Aus der Adelsredaktion des Stern erfahren wir, dass in diesem Jahr eine gräfliche Familie in Unterfranken die blaublütige Fahrradkohorte zum festlichen Abschluss empfängt.

28 Gedanken zu „Adel auf dem Radel

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  1. Zu diesem Thema gab es erst kürzlich einen passenden sehr amüsanten Artikel im ZEIT-Magazin (eine der Oktober-Ausgaben, welche?). Es wird darin eine Rallye auf dem englischen Gut eines Churchill-Adligen geschildert – auf Brompton-Falträdern! Diese Rallye soll jährlich stattfinden, auch dem Normalsterblichen offen stehen – so er denn „passend“ gekleidet ist, und sie soll vor allem Spaß machen. Sehr britisch, sehr humorig, sehr skurrill!

  2. Ich bin auch adelig und fahr sehr sher gerne Fahrrad. Es nervt nur, dass es sich jeder leisten kann.

  3. Ich bin auch adelig und fahr sehr gerne Fahrrad. Nur doof, dass sich die Menschen auf den Radwegen immer so fürchterlich benehmen.

  4. Alle Adligen sollten – soweit noch nicht geschehen – enteignet und eingebürgert werden. Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende lang haben sie auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung gelebt und ihnen grosses Leid zugefügt. Bei manchen prominenten Adligen wird die ununterbrochene Inzucht sehr deutlich.

  5. Spielst Du da auf den etwa 18374572 Vornamen habenden Schleimhaarträger Guttenberg (Nicht Steve!) an?

  6. menschen, die dinge wie die enteignung oder abschaffung des adels fordern, gehören ausgepeitscht.
    der adel ist abgeschafft – das entfernen das adelstitels aus dem namen hingegen wäre ein verstoß gegen die menschenrechte.
    und die forderung der enteignung aller adeligen spricht lediglich von ausgeprägtem sozialneid, wie er so nur bei lafo und seiner rasselbande anzutreffen ist – was kann denn unser bundeswirtschaftsminister dafür, wie das von ihm geerbte geld verdient wurde?

  7. > was kann denn unser bundeswirtschaftsminister dafür, wie das von ihm geerbte
    > geld verdient wurde?

    Die Frage ist nicht ernst gemeint, oder?

    Da er es den Opfern nicht zurückgeben kann (leben nicht mehr), könnte er es wenigstens karitativen Zwecken zuführen. Wiedergutmachung.

    Das ist schmutziges Geld. Blutgeld. Raubmordgeld.

    Pecunia non olet, aber dieses Geld stinkt.

  8. hm.
    wenn ich so etwas lese, möchte ich u.a. auch mich auspeitschen lassen, dass ich nicht mehr bloß stiller mitleser bin.

    p.s.: ihre „Antwort“ ist nicht ernst gemeint, oder? Jeder, der es im Deutschunterricht über die 7. Klasse hinausgeschafft hat merkt, dass sie nicht auf die Frage antworten. Was sie liefern sind (schlechte) Platitüden und Phrasen wie sie Lafo und die anderen Racker (nebenbei: IM!) an die Unterschicht verkaufen. Jeder mit einem dreistelligen IQ merkt das.
    Mit vorzüglicher Hochachtung und bestem Gruß
    Ihr
    Von Der Theke

  9. 1. Der Adel hat sich einst selbst zum Adel erklärt, so gesehen ist eigentlich niemand wirklich „blaublütig“ und der Terz, der bis heute darum gemacht wird ist mehr als lächerlich.

    2. Ein Adelstitel geht heut zu Tage nicht mehr mit finanzieller Sicherheit einher und nachdem auch jeder zu Geld gekommene Bordellbesitzer mit der Sozialkompetenz und dem IQ eines trockenen Brötchens einen Titel erkaufen kann, lässt sich hier schwer mit Sozialneid argumentieren, Herr von Möchtegern Theke.

    3. Liebe Yolanda, die Initiatorin dieser „Adel auf dem Radel“ Touren hat mit diesen „lustigen Sommerveranstaltungen“ einzig im Sinn euch im passenden Alter untereinander zu verheiraten, damit auch ja kein unwürdiges Blut das eure zu kreuzen im Stande ist. Wir, also das niedere, nicht adelige Volk, ist und bleibt unwürdig der Euren, weshalb auch bis heute die eigenen Eltern ihre adligen Kinder verstossen, wenn sie nur wagen sich zum Beispiel in den Bauingenieur Lose zu verlieben, der leider nicht das Glück hatte als „von und zu“ geboren zu werden. Auf „herrlich unbeschwerte Art und Weise“ werdet ihr also hier in die gleichen Zwänge hineinmanipuliert wie vor euch schon tausende andere Menschen und mit Verlaub Mädchen haben dabei eigentlich immer den kürzeren gezogen. So gesehen bin ich ganz froh, dass meine Eltern mir das mit einer gänzlich bürgerlichen Existenz erspart zu haben.

    Ps. Ganz toll finde ich übrigens den sogenannten „verarmten Adel“, der es nicht verstehen möchte, dass heut zu Tage keiner mehr jubelnd sein Leben für deren doch verdiente exklusive Existenz beim zu Tode arbeiten lassen möchte. Schliesslich haben sie schon mit ihrer blossen Geburt genug für diese Welt getan, da kann ihnen der Otto-Normal-Verbraucher ruhig mal was zurückgeben. Also wirklich!

  10. Halt falsch! Einige Adlige wurden auch von Königen in grauer Vorzeit zum Beispiel zum Graf/ zur Gräfin ernannt. Dabei handelte es sich übrigens oftmals um bürgerliche Mätressen resp. deren Ehemänner, die man irgendwie legitimieren musste. Aber über sowas spricht man in den erlauchten Kreisen nicht gerne….:-)

    Und wer Fehler findet, darf sie gern behalten. Bürgerlich bin ich ja, aber grosszügig dennoch allemal!

  11. Es gibt keinen „Adel“. Es gibt nur ein paar Leute, die merkwürdigerweise stolz sind auf die verbrecherischen Raubtätigkeiten ihrer Vorfahren. Und es gibt welche, die vor lauter Inzucht nicht erkennen können, daß Inzucht jetzt nicht ganz so schick ist, intelligenzmäßig und so.

  12. Erstaunlich, wie dieses Wort „Adel“ die Menschen auch heute noch zu kreativen Höchstleistungen anstachelt. Als ob die paar Adligen, die es noch gibt, wirklich ein Problem in einer demokratischen Gesellschaft wären. Adel ist ein Relikt aus einer (zum Glück) vergangenen Zeit. Gut, die Österreicher waren in der Abschaffung des Adels konsequenter. Ob die Österreicher davon viel haben?
    Übrigens können die meisten Adligen wirklich nichts dafür, dass sie adlig sind: das wird mit dem Namen vererbt – anders als der Wohlstand, den Viele damit verbinden. Mit einem „von“ im Namen stehst du beim Arbeitsamt auch nicht besser da.

  13. Ich bezog mich auf Knallchargen wie einen gewissen schleimhaarigen hackbefressten ehemaligen Wirtschaftsminister (jetzt Kriegsminister), oder eine gewisse ehemalige Familienministerin (angeheirateter Titel), die außer häufigem Werfen auch nichts vom Familienleben verstund.

  14. Jede leistungslose Besserstellung ist Diskriminierung. Adelstitel gehören, wie in Österreich, abgeschafft und dem Treiben des Geburtsbessermenschentums ein Ende gesetzt. Inzucht ist strafbar und die eigene „edlere“ Weltsicht führt in „Adels-„kreisen dazu, dass jeder alte Knacker sich eine junge und hübsche „Gleichwertige“ aussuchen kann, da sie sonst entweder alleine zu bleiben hat, oder, im Falle des Anheiratens eines Nicht-„Adeligen“ ausscheidet, ähnlich den fundamentalistischen orientalischen Familienbanden. Umgekehrt kann der „Edelmann“ sich durchaus bürgerlich ehelichen. Und, Frl. Ziesewitz, für „Adelige“ sind derartige Veranstaltungen bestimmt witzig, jedoch nicht für den größeren Teil ihrer Landsleute.
    In einem Punkte unterscheiden sich „Adel“ und der größere Anteil der Bevölkerung durchaus: Letzterer besitzt Schamgefühl.

  15. es is immer lustig in der gruppe übers land zu gurken. jedes jahr neue gesichter aber auch alt eingesessene finden den weg immer zurück. freue mich immer auf die abende an lagerfeuer und die ruhe im zelt, denn so ne tour kann schon schön schlauchen.

    dieses jahr isses wieder soweit, jippie !!!!!!!!!!!

  16. Es ist doch erstaunlich, wie sehr sich die Gemüter erhitzen, wenn es um den Adel geht, obwohl keiner zugeben möchte, dass er etwas auf Namen gibt.
    Als Adelige (beziehungsweise: Tägerin eines Namenszusatzes, denn der Adel ist entgegen der Behauptung unqualifizierter Diskussionsteilnehmer längst un Deutschland abgeschafft) kann ich nur sagen, dass man immer einen NACHTEIL hat, da man zunächst einmal anders ist und mit Vorurteilen rechnen muss, wie sich hier gezeigt hat.
    Unsere Familien hatten nicht nur Glück, sondern haben in der Vergangenheit Großes geleistet, waren Diplomaten, Förderer von Kunst und Musik, und haben für die Erhaltung von Kirchen und Bibliotheken für die Nachwelt gesorgt, und tun dies noch heute bzw. sehen sich als Treuhänder ihres Besitzes, den sie für de kommenden Generationen nachhaltig verwalten.

    Wer diesen Besitz als unrechtmäßig bezeichnet ist schlichtweg ein Idiot. Die meisten von uns haben im Krieg alles verloren (im Gegensatz zu den Bauern!!).
    Warum gehört uns alles trotzdem wieder? Hier mein persönliches Erfolgsrezept, dass der Otto-Normal-Bürger nicht umsetzt (wahrscheinlich zu uncool oder anstrengend):

    – 2x im Jahr Familientreffen mit ALLEN (200 Personen), ca. einmal im Monat Besuche bei den Verwandten quer durch die BRD und Weihnachten JEDEM in der Bekanntschaft (ca. 500 Personen) Weihnachtskarte mit Foto schicken, Kinder schreiben allen engen Verwandten einen Brief. Unlust von pubertären Familienmitgliedern wird im Gegansatz zu so furchtbaren TV-Familien nicht geduldet.
    Wir haben ja auch nicht mehr Verwandte als andere, wir kümmern uns nur besser, deshalb haben wir Beziehungen (und gehen auch mit entfernten Verwandten radeln).

    – Wenn Geld da ist wird nicht in einen Flachbildschirm oder einen Pauschalurlaub auf Mallorca investiert wie bei Dummbürgern. Wir haben immer nur in Mecklenburg Urlaub gemacht oder durften auf Radeltour. Dafür besitzen wir jetzt eine Menge Forst. Wahnsinnig uncool aber nachhaltig.

    – Natürlich ist es chilliger ein einfaches Abitur oder nur mittlere Reife zu machen und dann ne Ausbildung. Ich kenne allerdings kaum Adelige ohne Studium. Mit finanziellen Mitteln hat das nichts zu tun, ich finanziere mir mein Studium selbst, und das kann jeder andere auch. Man muss nur DISZIPLINIERT genug sein.
    Wer das bestreiten will, müsste also zugeben, dass die einzige alternative Begründung für die hohe Zahl adeliger Akademiker die ist, dass wir klüger sind, und das kann ja nicht sein.

    – Ich durfte nie pinke Barbie-Pullis tragen wie die anderen Kinder, nur Lesen statt Fernsehen, musste am Tisch gerade sitzen und ständig höflich und zuvorkommend sein. Hat mich damals zum Außenseiter gemacht und war anstrengend, aber mit meinem Erscheinungsbild und Umgangsformen punkte ich heute überall und kann jede soziale Situation meistern.

    Zuletzt: Natürlich ist die Radeltour ein Heiratsmarkt. Ist ja auch klar, dass sich Leute sympathisch finden, die endlich mal nicht auf Vorurteile treffen, die gleichen Wertvorstellungen haben, das Außenseiter sein gemeinsam haben, und sich dank Grußkartenschreiberei und Kontaktpflegerei der Eltern seit dem Sandkasten kennen.
    Im Gegensatz dazu sind mir „kleine Leute“ ohne Anstand und Motivation, Tischmanieren oder Sinn für nachhaltiges Handeln und Familie direkt unsmpathisch.

  17. „mit meinen […] Umgangsformen punkte ich heute überall und kann jede soziale Situation meistern“

    merkt man.

    *kopfschüttel*

  18. Sehr aufschlußreicher Kommentarthread, wenn man unvoreingenommen liest! Interessant vor allem, daß die nicht-Adeligen kritisieren wie der Adel zum Adel wurde (Vergangenheit), die Adeligen aber darstellen, was sie (aus Ihrer Sicht) vom Nicht-Adel unterscheidet (Gegenwart).

  19. In der Tat, eine sehr interessante Diskussion.

    Meine Meinung dazu: Leben und leben lassen!

    Ich gehöre nicht zum Adel und habe in meinem näheren Bekanntenkreis auch keinen näheren Zugang zum Adel. Was ich jedoch in keiner Weise nachvollziehen kann, sind die Vorurteile und der blanke Haß, mit dem manche Zeitgenossen dem Adel begegnen. Das sieht man ja auch an so manchen absolut unterirdischen und peinlichen Kommentaren hier. Ich würde mal auf Sozialneid kombiniert mit Minderwertigkeitskomplexen tippen…

    Der Adel mag zwar keine rechtliche Sonderstellung mehr innehaben, aber als soziales Phänomen existiert er noch immer. Und ich finde es ehrlich gesagt auch ganz gut, daß der Adel bestimmte Wert und Traditionen pflegt und hochhält.

    Und den Teilnehmer beim „Adel auf dem Radl“ wünsche ich ganz einfach viel Spaß bei ihrer Veranstaltung!

  20. also ich bin ja auch adelig aber denke von diesen Radeltouren das gleiche wie die meisten normalen Leute: totales Unsinn!!!es ist einfach nur peinlich zu sehen wie heut zutage „blaublütige“ immer noch so darauf fixiert sind die meisten adligen aus Deutschland zu kennen und mit denen viel kontakt zu haben. Ich selbst treffe viele solche Leute da ich seit kurzem auf einem Jesuiten Internat bin und auch mein jadgschein gemacht habe …..usw…..Und eine sache kann ich daraus schliessen: die meisten JUGENDLICHE adligen sind arrogant und gehen mit dem geld um als wäre es ein spiel .

  21. Zu erst einmal will ich einfach nur „Danke, Gräfin“ sagen, du hast genau das, was ich dachte, auch aufgeschrieben. Und dann, an alle die, die sagen, Adelige wollten untereinander heiraten: das stimmt absolut nicht! In unserem Fall ist es eben so, dass man dich automatisch mit anderen Adeligen gut versteht, weil man ähnlich erzogen wurde. Aber es kommt WIRKLICH nicht auf den Titel an, jedenfalls bei den meisten nicht. Ich glaube nicht, dass viele Adelige überhaupt an Namen interessiert sind.

  22. Möget Ihr den Gott in Euch erkennen und in dem Anderen, dann würden die Einen den Anderen nicht als DummBürger und die Anderen den Anderen nicht als DummAdel bezeichnen, denn dann würdet Ihr erkennen, dass wir alle den gleichen Ursprung haben und Ihr würdet Euch in dem Anderen Selber erkennen.
    Wir sind als Ebenbilder Gottes geplant, benehmen uns aber untereinander wie Säue.
    Es gibt keine edlere Tugend, als das Ebenbild Gottes oder das Göttliche in sich Selber zu erkennen und dieses dann nach Aussen scheinen zu lassen und natürlich auch in dem Anderen und somit diesem Anderen und auch sich Selber gegenüber in Achtung zu begegenen. Vor einer Begegnung mit Gott ist noch jeder erblasst, ob er Graf, Bauer oder unterster Knecht war.

    Ich empfehle ‚Erkenne Dich selbst, bzw. den Anderen und Deinen und Seinen göttlichen Ursprung‘. Anleitungen gibt es dazu z.B. in der Bibel, in der Bhagavad Gita (Schrift des Hinduismus), in den Lehren Buddhas und bei vielen anderen spirituellen Vorbildern, z.B. aktuell auch in dem Buch ‚Eine neue Erde‘ von Eckhart Tolle.

    Ich freue mich auf die, die ihre Masken fallen lassen werden, denn dann gibt es kein ‚Adel-‚, kein ‚Bürger-‚,kein ‚Arbeiter-‚ und kein ‚Bauerntum‘ mehr, sondern nur noch Dich, Ihn, Sie und Mich, die sich im Herzen begegnen werden.

    Übrigens gibt es dann auch kein ‚Oben‘ und kein ‚Unten‘ mehr, denn wir alle sind dann ‚Oben‘, gleichzeitig aber auch ‚Unten‘, weil wir dem Anderen in Demut begegnen können. Solch Dinge wie ‚Sozialneid‘, auch Hass und auch Dünkel werden dann längst vergangenen Zeiten angehören. Jeder – der dieses Neuwerden mit Gottes Hilfe anstrebt – wird in sein göttliches Potential kommen. Mit dem Hineinwachsen in dieses Potential sind wir Alle die Nummer Eins, JEDER ALLEINE und ALLE GEMEINSAM.
    Mit Erreichung dieses Seins-Zustandes wird übrigens auch jeder einzelne seine wirtschaftliche und finanzielle Versorgung erlangen – egal as welcher Gesellschaftsidentifikation-Schicht er früher einmal herkam. Dann erübrigt sich Sozialneid oder Dünkel von selber.
    Jesus, Buddha und viele andere haben uns diesen Seins-Zustand vorgelebt.

    ‚Adeliger‘ denk daran, ‚Bürger, Arbeiter oder Bauer‘ denk daran.

    Werdet AUTHENTISCH !!

    Auch Du ‚Adeliger‘, der Du Dich in nicht wenigen Teilen der ‚heutigen Normalwelt‘ als Aussenseiter empfindest, bist dazu eingeladen –
    auch Du ‚Bürgerlicher‘, der Du Dich noch von Deinen Vorfahren her als vom Adel sozial unterdrückt und ausgegrenzt fühlst, bist dazu eingeladen –

    DENN IN DIESER NEUEN WELT GIBT ES KEINE AUSSENSEITER UND KEINE UNTERDRÜCKTEN

    Und diese Welt ist nicht Millionen von Kilometern entfernt auf irgendwelchen entfernten Galaxien und sie beginnt auch nicht erst nach unserem körperlichen irdischen Tod, sondern sie beginnt ganz bei Dir selber, nämlich in DIR SELBER in DEINEM SEINSZUSTAND.

    Das sagten uns schon Jesus, Buddha, Konfuzius und andere. Und die Gute Nachricht ist, diese Welt wird hier auf dieser unserer Erde entstehen. Das sagten schon das Buch der Offenbarung der Bibel (dort als ‚Neues Jerusalem‘ bezeichnet), die Bagavad Gita, die Vedischen Schriften, indanische Weisheitslehrer und andere.

    Du – Bürger (auch Adeliger) dieser Welt und unseres Landes – mach die Augen auf und sieh wieviel Mitmenschen schon auf dem Weg sind in diese Neue Welt unseres gemeinsamem Seins-Zustandes unserer Freiheit – und ich empfehle MITZUGEHEN.

    Je mehr Menschen diesen Seins-Zustand innerlich erreichen – um so mehr wird diese NeueWelt auch äusserlich sichtbar werden und alle bisher bekannten Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialstrukturen über Bord gehen und auf NimmerWiederSehen-Sein lassen.

    Auch der ‚Adel‘ wird eines ‚Nur‘-‚HerausgehobenSeins‘ seiner eigenen Klasse nicht mehr gedenken und der ‚Bürger‘ wird seines Unterdrückseins nicht mehr gedenken.

    WERDET AUTHENTISCH !!

    Tom

  23. Meine Lieben, ich bin auch adelig, ich find die Diskussion sehr lustig, aber da wir hier ja unter bekannten kreisen sind wollte ich euch eine Frage stellen. Eine Freundin von mir, 2 andere freunde (männlich, haben wir wie hier angesprochen auf der Radeltour getroffen) und ich haben heraus gefunden was unter unseren Badehosen steckte und haben herausgefunden das es wie ein Puzzle ist. Das mussten wir natürlich sofort ausprobieren. Jetzt ist meiner Freundin, Cecile ihr Name, und mir die ganze Zeit schlecht. Wir haben uns schon auf Diät gesezt und das schon seit 2 Monate, aber unsere beiden Bäuche werden immer dicker. Was macht man dagegen? Wir müssen schliesslich noch was essen. Wäre super wenn ihr mit eure Eifersüchteleien kurz aufhören könntet und uns helfen könntet.

  24. Ich bin echt entsetzt, was manche Leute hier für Zeug erzählen. Ihr tut ja grade so, als würden wir (also ich bin auch adelig) durch unseren Namen oder unsere Herkunft irgendwelche Vorteile haben! Das stimmt überhaupt nicht, in der Schule wurde ich sogar von Mitschülern gehänselt wegen meinem Namen, das waren dann Leute wie die, die hier herumpöbeln, die dachten, wir hielten uns für was besseres. Wer hält sich hier für was besseres, darf ich fragen? Im Übrigen hat meine Familie weder mehr Geld, als Andere, noch mehr Besitz. Meine Eltern haben sich durch harte Arbeit hochgerackert und sind dadurch glücklich geworden. Gut, mein Onkel besitzt ein Rittergut und es gibt noch mehrere davon in meiner Familie, aber ich habe davon nie auch nur den kleinsten Hauch mitbekommen, weil mein Vater nur Zweitgeborener ist. Mag für euch seltsam klingen, aber nur die Ersten in der Familie bekommen was. Ich finde Traditionen beruhigend. Das sind übrigens Vorteile: Wir haben Gewissheit über unsere Vorfahren, durch Stammbäume etc. Das ist aber etwas über das man nicht herziehen sollte, sondern einfach nur etwas Schönes. Man ist sehr nah mit der Vergangenheit, wenn man die Namen von 500 Jahre toten Ururururururur…großvätern kennt.
    Und, um nochmal zum Erbe zu kommen, wenn manche adligen Familien Geld etc. erben, ist das dann so wahnsinnig anders, als wenn irgendwelche anderen Familien viel Geld erben, zum Teil natürlich auch Kriegsraub?!
    Wer sich ein bisschen mit der Geschichte der Welt auskennt, sollte außerdem wissen, dass in Deutschland der Adel bei Weitem nicht so grausam war, wie in anderen Ländern (Frankreich!!). Ich kann nichts dafür, dass ich als eine Adelige geboren wurde, aber ich bin stolz darauf. Meine Vorfahren haben gegen die Nazis gekämpft und sind teilweise dabei umgekommen. Sie sind aus der DDR geflohen, sind auch heute noch Menschenrechtler und das trotz der Menschen, die sie wegen ihres Namens angegriffen haben. Mein Opa wurde von der RAF verfolgt, aber er hat trotzdem nicht aufgegeben. Jeder sollte stolz auf solche Vorfahren sein.
    Noch eine letzte Anmerkung: Adel auf Radel ist eine Veranstaltung für Kinder, meist sind die ältesten 14 oder was. Die meisten sind aber jünger. Ich finde es unmöglich, solche Kinder, die sich über eine Radtour freuen, anzugreifen. Es ist nur eine Freizeitveranstaltung. Leute, die so etwas runtermachen, sollten sich schämen.

    Gruß, Cathrine (15 Jahre)

  25. Ach, Kindchen, blaublütiges gar:

    Versuch Dich einfach mal darüber zu informieren, warum solche … Charaktere wie Karl-Theodor Guttenberg oder Ursula Leyen so aufgebauscht wurden, warum sie zu Heilsbringern stilisiert wurden.

    Und überleg mal (sofern Dir das möglich ist), woher das Geld, die Ländereien, die Rittergüter kommen, und wer das alles tatsächlich mit Arbeit verdient hat.

    Kleiner Tipp: Die „Adeligen“ jedenfalls waren das nicht.

    Und nun mach Dir mal Gedanken über das Namensrecht, und warum es dringendst erforderlich ist, die Ausnahmen im Namensrecht für sogenannte „Adelige“ abzuschaffen.

    Moralisch integeres Verhalten und auch die Stammbaumpflege ist auch ohne „Adelstitel“ möglich – meine rein bürgerliche Familie ist bis ins 16. Jahrhundert rückverfolgbar, und die hat sich nicht durch Ausbeutung, Beraubung und Unterdrückung anderer Menschen bereichert.

    Steig von Deinem hochen Rösschen herab, lege Deine Karnevalsprinzessinentitel ab und werde zu dem, zu dem Du hoffentlich noch werden kannst:

    Zu einem ernstzunehmenden Menschen.

  26. Hab neulich ein Buch namens „Tschick“ gelesen. Großartig. Und es kam auch kurz der „Adel auf dem Radel“ darin vor. Da musste ich an diesen Blogeintrag hier denken, durch den ich das erste Mal von dieser exotischen Institution gelesen hatte.

    …und wer demnächst mal nicht weiß, was er einem 13-17-jährigen wohl so zum Geburtstag schenken könnte: http://www.djlp.jugendliteratur.org/jugendbuch-3/artikel-tschick-129.html

  27. „Gräfin“ – Das sind meine Worte!
    Auch wenn ich noch nicht so alt bin und nicht sehr viel Lebenserfahrung habe, merkt man SOFORT,dass manches, was hier genannt wurde, paradox und kurios und unrichtig ist!
    Warum regen sich manche so sehr über uns auf? Was können wir für unseren Namen?
    Lasst diese Streitereien doch einfach gut sein! Es ist so wie es ist!

    Ich fahre jedes Jahr bei Radeltouren mit! Und es macht Spaß! Soooo sehr! Na klar verliebt man sich… ‚rotwerd‘ 😀 Aber sowas passiert nun mal, wenn man eine längere Zeit mit andren gleichaltrigen zusammen ist!
    Genauso wie bei Klassenkameraden. Was kommt ihr da mit „Heiratsmarkt“ und „Schicht unter sich“?!?!?!? Das ist lächerlich, ihr Lieben!

    Außerdem: Wenn man Wald und die Möglichkeiten hat, warum sollte man keinen Jagdschein machen?
    Uiuiui, jaaaa: Ich mache den nicht, um dem Klischee zu entkommen!!
    Hallo?! Seriously?!

    Habt euch doch einfach lieb!
    Theda v. (16 J.)

  28. Und wenn uns die „Eliten“ den nächsten Krieg aufgetischt haben, ob es dann wohl auch heißt, Adel im Stahlhagel? Na wohl eher nicht;)

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