Spontan-Fahrrad-Kampfansage an die SPD – Demo heute 17:30

Vor fast zwei Jahren sind 105.425 Unterschriften für ein Radgesetz gesammelt worden. Eigentlich sollte das Radgesetz bis März 2017 verabschiedet werden. Tatsächlich sind schon letztes Jahr drei Termine gerissen worden, aber immerhin gab es einen im Konsens verhandelten Entwurf. Aus diesem steigt die SPD gerade aus, ein Jahr, nachdem wir die Verhandlungen abgeschlossen haben, aus billigen populistischen Gründen, sich der Minderheit der Autofahrer anbiedernd. Sie hat gestern die Behandlung im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses platzen lassen. Damit ist ein Beschluss vor der Sommerpause fast unmöglich geworden.

Warum sind wir sauer? Das Verhalten ist ein Affront gegen uns Bürgerinnen und Bürger, es ist nicht Hauptstadt-würdig. Greenpeace hat erst in dieser Woche gezeigt, dass Berlin auf dem jämmerlichen zehnten Platz von elf Plätzen unter Europas Metropolen liegt. Wir wollen keinen Monat länger hinnehmen, dass wir auf dem Rad bedrängt, beschimpft, verletzt oder getötet werden. Es ist wieder Zeit, die vergeht, bis endlich mehr Menschen durch sichere und attraktive Radwegs aufs Rad gelockt werden, um unsere Stadt lebenswerter zu machen und den schnellstmöglichsten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Ort: Leipziger Straße vor der Mall of Berlin / Apotheke am Leipziger Platz 12
Zeit: Heute, Donnerstag, 24. Mai 2018 um 17:30 Uhr

Initiert von Volksentscheid Fahrrad

4 Gedanken zu „Spontan-Fahrrad-Kampfansage an die SPD – Demo heute 17:30

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  1. Bernd Böhning (SPD) tut doch wenigstens etwas für uns Radfahrer:

    * Er will höhere Strafen für Radler, die die Fahrbahn nutzen (dabei sind viele Radwege schon benutzungsfrei, alle anderen müßten es eigentlich sein)

    * Er will schon kleinen Kindern einimpfen, daß Radfahren eine ganz gefährliche Sache ist und man daher einen Helm tragen müsse

    Vielleicht zahlen ADAC und VDA mehr als McKinsey?

    Quelle: https://nerdpol.ch/posts/869858e0d5500135e4c752540061b601

    1. Mit der deutlichen und unmißverständlichen Positionierung gegen dieses rücksichtslose und autofeindliche Fahrbahnradfahren (VC) empfiehlt sich Herr Böhning ja durchaus als würdiger Nachfolger für die ADFC Geschäftsführung, falls der gelernte Theologe B.Stork wieder ein Arbeitsfeld finden sollte, das seiner theologischen Profession entspricht.

  2. Was hat der ADAC damit zu tun? Der hält sich doch meist aus diesen Debatten mehr oder weniger raus, weil die selber wissen, dass die Zeiten sich geändert haben und ihre Mitglieder eben nicht nur Raser und bürgerliche Prolls sind.

    Ich amüsiere mich ja ein wenig, dass der groß verkündete Sieg des Volksentschied Fahrrad wie erwartet sich als Scheinsieg entpuppt. Kein Wunder, wenn man Gräben vertieft und ein Freund-Feindschema befeuert, dass es in der Realität nicht gibt. Es gibt nicht da die guten Radfahrer, bei denen jede Regelverstoß Ausdruck moralischer Überlegenheit ist, und da die durch und durch bösen Autofahrer. In der Realität wird die Mehrheit aufgrund ihrer Sozialisation glauben, es ginge nur so wie es ist. Und das kann man nicht mit vor Selbstgerechtigkeit triefenden Twitter-Tweets, die moralisierender und am Problem weiter vorbeigehender sind, als ein Talkshow-Auftritt von Margot Käßmann, lösen.

  3. „Wir wollen sichere Radwege!“ ist wie „Wir wollen warmen Schnee!“. Es ist wirklich genug Asphalt da. Radwege sind die steingewordene Verdrängung.

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