Baden Württemberg lobt Ideenwettbewerb rund um das Fahrrad aus

Unter dem Motto “Ich habs” will das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg eine mehrjährige Kampagne für das Radfahren starten.

Grundlage der Radverkehrspolitik des Landes ist ein Landesradverkehrsplan, der 2012 erarbeitet wird. Ziel ist ein leistungsfähiges und flächendeckendes Radverkehrsnetz, das sowohl direkte und schnelle Alltagsrouten als auch touristische Radfernwege und einen sinnvollen Umweltverbund aus Radverkehr und Öffentlichem Personen-Nahverkehr (ÖPNV) einschließt. Im Haushalt 2012 stehen für den Fördertatbestand „verkehrswichtiger Radweg“ erstmals Gelder bereit.

Neben den harten Zielen will das Land eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur fördern. In einem Ideenwettbewerb werden die pfiffigsten Ideen rund um die Technologie und die Nutzung des Fahrrads im Alltag gesucht. „Wir freuen uns besonders über schlaue Lösungen, die die Verkehrssicherheit beim Radfahren steigern. Gesucht werden auch Lösungen die das Fahrrad beim Abstellen und Parken vor Diebstahl besser schützen und doch pragmatisch und einfach sind. Wenn dabei noch Platz gespart werden kann, wäre dies ein zusätzlicher Nutzen, den wir natürlich gern honorieren. Im Bereich Mode suchen wir Ideen, die das Fahrradfahren nicht nur angenehmer oder sicherer machen, sondern gleichzeitig Modetrends setzen und die Freude am Radfahren erhöhen.“

Bis zum 30. September 2012 können Texte, Fotos, Skizzen, Prototypen oder marktreife Produkte zu den Themenschwerpunkten Sicherheit und Mode / Bekleidung beim Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) Baden-Württemberg eingereicht werden. Für den Ideenwettbewerb werden Preise in Höhe von 25.000,- Euro ausgelobt.

RadKULTUR Baden Württemberg

3 Gedanken zu „Baden Württemberg lobt Ideenwettbewerb rund um das Fahrrad aus

Kommentare-Feed
  1. Nach erstem Überfliegen hört sich das gut an! 🙂
    Mir gefällt’s, wenn Nutzer (in diesem Fall Radler) gefragt werden, anstatt eine Kampagne übergestülpt zu bekommen.

  2. Wobei, wenn ich das richtig verstehe, der Sicherheits-Verbesserungsansatz ein technischer ist. Das wird dann in Richtung Schutzkleidung und Sichtbarkeitskleidung gehen. Das wird ja hier, solange es Alleinmaßnahme ist, sehr kritisch diskutiert.

    Um die größten Anstrenungen wird man sich – will man wirklich etwas fürs Radfahren tun – nicht drücken können. Nämlich Radverkehrsanlagen auf den Stand der Technik und der Gesetzeslage zu bringen.

  3. Das ist ja reinstes Buzzword-Bingo. Was will man an der Sicherheit verbessern, die so schon sehr hoch ist. Und natürlich wieder irgendeine Form von „Infrastruktur“. In der Hoffnung „mehr Radwege = mehr Radfahrer“. Die Gleichung geht aber nicht auf. Mehr Radfahrer lassen sich nur auf Kosten der anderen Verkehrsmittel schaffen. Also entweder Autofahren oder ÖPNV verschlechtern. Im Bereich Mode sehe ich mehr Potential. Sprich: Radfahren muss ein positives Image bekommen. Auch hier gilt wieder: Am meisten kann man erreichen, wenn Autofahren nicht mehr als cool gilt, sondern nur als notwendiges Übel.

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