Ab sofort keine Fahrräder in der S-Bahn

Weil immer weniger Züge auf der Berliner S-Bahn fahren, dürfen Fahrräder ab sofort nicht mehr mitgenommen werden. In einer Sonderausgabe des Kundenmagazins Punkt 3, das die S-Bahn ab Montag verteilt, heißt es fettgedruckt: „Die Fahrradmitnahme in den Entlastungszügen RE 7, RB 14, RE 1 und RE 6 sowie im gesamten S-Bahn-Netz und in den Ersatzverkehren ist derzeit leider nicht möglich.“ Damit soll Platz geschaffen werden für mehr Fahrgäste. Das Nahverkehrsunternehmen schränkt den Verkehr ab Montag weiter ein. Insgesamt 19 S-Bahnhöfe sind vom S-Bahnverkehr komplett abgehängt.
taz: S-Bahn versinkt im Chaos

28 Gedanken zu „Ab sofort keine Fahrräder in der S-Bahn

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  1. Das haben einige heute aber missachtet, kontrollieren kann die S-Bahn ihre eigenen Verbote mangels Personal ja sowieso nicht – auch nicht im Normalbetrieb.

  2. Pfft lustige kleine Mäuse, scheisse bauen und dann den Leuten vorschreiben wer rein darf.

    Ist klar liebe Sbahn, du mich auch!

  3. dann müsste man eigentlich auch kinderwagen und rollstühlen den zugang verweigern. und jeder über 100kg darf auch nich mit. rücksäcke und taschen auch verbieten. vorm einsteigen bauch einziehen, türen schliessen, ausatmen. so wirds muckelig…..

  4. Verstehe ich wieso nicht, entweder ich fahre Fahrrad oder S-Bahn!

  5. Und die Køter sollten endlich aus der S-Bahn verschwinden. Die können auch woanders herumstinken.

  6. @Aussie, ein Praxisbeispiel, das mich früher betraf (zum Glück jetzt nicht mehr). Strecke: unangenehm ca. 25 km, angenehm ca. 30 km. S-Bahn-Fahrzeit 30 Minuten, Anschlussfahrzeit mit Bus oder Tram nochmal 20 Minuten. Mit Fahrrad 5 Minuten. Für mich war S-Bahn und Fahrrad die ideale Kombination. Diese Fahrzeit hätte ich mit dem Fahrrad oder der S-Bahn mit Tram / Bus nicht hinbekommen.

  7. Ich lächle immer, wenn ich an S-Bahnen vorbeiradle – wer weiss wie lange ich überhaupt noch welche zu sehen bekomme. 😉

    PS: Fahrrad in der S-Bahn – das geht doch gegen die Radlerehre.

  8. Radlerehre, was Quark, wenn ich in repräsentablem Zustand nach Potsdam muss und keine Möglichkeit habe vor Ort zu Duschen fahr ich doch nicht mal eben die 30km so langsam das ich nicht schwitze, da bin ich ja den ganzen Tag unterwegs 😉

    @Philip: das mit den 100kg war gemein, ich kenn leichtere Menschen als mich die viel Mehr Platz verbrauchen mit ihren lustigen Bierkugeln vorne dran 😉

    Und für ein generelles Kinderwagenverbot in den ÖPNV wär ich auch, zumal die Damen sehr sehr territorial sind und sich immer schön Platz verschaffen, wenn ich mich so mitm Rad benehmen würe würds sicherlich Beschwerden bis Fäuste hageln.

  9. Ich bin dafür, alle Leute (und Tiere), die kein Fahrrad dabei haben, aus der S-Bahn zu verbannen. Und bei denen mit Fahrrad bitte auch nur solche, die mindestens 100km/Woche fahren und deren Fahrrad mindestens 1000 Euro gekostet hat und bei der Radspannerei gekauft wurde.

    Alternativ: einfach allen die Benutzung der S-Bahn verbieten. Dann ist das mit den kaputten S-Bahn-Radreifen auch egal.

  10. Ihr habt Probleme … 😉

    Heute stand übrigens ergänzend im Tagesspiegel, dass die Fahrradmitnahme laut S-Bahn zwar „nicht möglich“, aber nicht verboten sei. Deshalb – und das vermute ich als Grund fürs Zurückrudern – kann man seine Fahrradfahrkarten nicht zurückgeben.

  11. @berlinradler: das ist bestimmt was juristisches oder?
    Normalerweise sollte man doch denken wenn man für eine Dienstleistung bezahlt, diese danach aber nicht nutzen darf/kann sollte man sein Geld zurückbekommen.
    Doch halt, Kulanz und Kundenorientierung waren noch nie ein Steckenpferd der DB und ihrer Töchter.

  12. mit dem kartenkauf hat man ja einen vertrag mit der sbahn geschlossen, der explizit die fahrradmitnahme erlaubt. verbot hiesse also vertragsbruch.

    ich bin jedenfalls heilfroh, dass ich nicht am stadtrand wohne und auch sonst nie auf meinen üblichen wegen auf die sbahn angewiesen bin.

  13. Ich habe mir schon letzten Monat keine Monatsmarke mehr gekauft, und es bisher nicht wirklich bereut. Mein Pensum ist von ca. 25 auf 50-80 Km täglich angestiegen, und länger dauerts auch nicht. Zugegeben, man schwitzt, und kommt eben auch verschwitzt am Ziel an, aber mMn gibts wirklich schlimmeres.

    Nach spätestens 20 Minuten is‘ man trocken und wieder abgekühlt.

    Und das mit der Radlerehre find ich auch Stuss. Sollen doch die, die nicht so weit fahren wollen, oder können, mit der S-Bahn die Distanzen zurücklegen, und mit dem Rad dann die kurzen Strecken von den Bahnhöfen. VORAUSGESETZT sie benutzen nicht mehr als 2 Plätze für sich und ihr Rad. Ich HASSE diese Vollidioten, die sich ins Fahrradabteil flezen, und ihr Fahrrad nicht vor sich, sondern vor die 5 freien Sitze stellen, und damit natürlich dem Ruf aller Radfahrer schaden.

  14. Ich hatte im Winter mal kurz drüber nachgedacht, eine Monatskarte zu kaufen. Als ich dann bei -20°C 20 Minuten am Alex stand bis ich in die zweite der wenigen S-Bahnen, die überhaupt noch fuhren reinkam war mir klar: lieber 20 Minuten auf dem Rad frieren als auf dem Bahnsteig. Nach meiner Beobachtung war das Chaos im Winter schlimmer als das jetzige.

    @jasper: warum „HASST“ Du andere Radfahrer? Das Rad vor die Sitze stellen ist genau richtig. So passen noch mindestens drei Räder davor und die Leute kommen im Gang auch noch vorbei. Effektiv verschenkt man mehr Platz, wenn man das Rad irgendwie festhält und sich auf den Platz dahinter setzt (kostet auch mindestens drei Sitzplätze, die andere Variante vier für drei Räder. Schön waren die S-Bahnen, die so umgebaut waren, dass nur noch auf einer Seite Sitze angebracht waren. Das funktionierte deutlich besser für Fahrgäste mit und ohne Rad.

  15. Ja, die waren ganz gut, aber leider wurden die in der Regel nicht so genutzt wie vorgesehen. Da standen dann meistens Leute irgendwie verloren im Weg rum (nein, ich hab selten Lust mich dann mit denen auseinander zu setzen ob sie denn nicht vielleicht Platz machen würden…) oder es steht EIN Fahrrad da, und die Leute trauen sich nicht noch ein zweites hinzustellen, weil der Besitzer ja sonstwie reagieren könnte etc.
    Das gleiche gilt für die Konstellation mit den Rädern vor den hochgeklappten Sitzen. Da sitzen dann auch immer nur Einzelfahrer rum. So wie es ursprünglich gedacht war, dass dieses Abteil wirklich nur Radfahrern, und Leuten mit Kinderwagen vorbehalten bleibt, läuft es nie. Dann könnte man THEORETISCH auf der einen Seite sitzen, und auf der anderen Räder stapeln. Aber passiert das? Nee.

    Daher hat sichs über viele Jahre als bewährt erwiesen, das Rad an den dafür vorgesehenen Stangen vor den vier Eckplätzen anzulehnen und sich dahinter zu setzen. Benötigt genau 2 Plätze. Und wenns eng wird, gehts sogar das sich noch jemand auf den 2. „benutzten“ Platz setzt, also nur noch 1 Platz für nen Menschen mit Fahrrad. Wenn ich mit meiner Frau unterwegs bin, dann stellen wir beide Räder nebeneinander dort hin, und benötigen auch nur 2 Plätze für uns beide inkl. Fahrrädern. Und der Gang bleibt frei genug wenn man das Rad halbwegs geschick einfädelt.

    Daher kann ich diese Egoisten die für sich und ihr Rad 6 Sitze brauchen nicht riechen! (Rekord waren übrigens 7 – auch schon gesehen).

  16. @Jasper so wie Du es beschreibst, also in die 4 Ecken setzen, habe ich es auch gerne gehandhabt. Leute fragen kam irgendwann nicht mehr in Frage, manche reagieren patzig, so etwas muss nicht sein. Auch einige Radfahrer waren alles andere als freundlich. Das härteste war ein Radler, der in einem Zug der Baureihe 480 – ich hatte mich ins Viererabteil gesetzt und das Rad daneben festgehalten (so dass das Abteil noch begehbar war) – sein Rad zwischen mich uns meines schob und fragte ob noch Platz ist. Letztendlich bin ich dann aufgestanden und er hatte meinen Platz.

  17. Am Praktischsten finde ich es, dass Rad in die Tür zu stellen. Geht natürlich nur auf Strecken, wo die Tür nur auf einer Seite öffnet. Da stört es mich auch nicht, wenn noch jemand sein Rad dazustellt. Momentan bin ich aber ganz glücklich ohne Monatskarte und ohne VBB-Ärger insgesamt.

  18. Fahrrad in der Tür ist aus Sicherheitsgründen unzulässig. Die Tür ist ein Fluchtweg, und es gab in den letzten Jahren durchaus relevante Notfälle bei der S-Bahn – insbesondere die Brände. Mich stört es übrigens sehr, wenn jemand sein Rad an meins stellt, insofern bin ich auch kein Fan der neuen Fahrradabteile. Einerseits ist das unpraktisch beim Aussteigen, andererseits habe ich mein Fahrrad gerne bei mir.

  19. Mich stört es vor allem, wenn ich mein Fahrrad festhalten muss. Wenn ich mit der S-Bahn fahre, dann meist längere Strecken (sonst könnt ich ja gleich selbst fahren). Wenn ich da nicht was lesen oder arbeiten kann, kann ich gleich mit dem Auto fahren, da ist man oft schneller und/oder bequemer am Ziel und das Rad passt immer rein.

    Rad in die Tür find ich nicht schlimm, geht aber nur bei Strecken, wo der Ein/Ausstieg immer auf der gleichen Seite ist. Am besten funktioniert die Radmitnahme bei den S-Bahnen, die am Ende des Wagens auf einer Seite nur einen Klappsitz und ansonsten Platz am Fenster für ein Rad haben. Weiss nicht wie die Baureihe heisst, aber sie verkehrt meist auf der S85.

  20. Wenn man das Rad an den zwei Stangen vor einem der vier Eckplätze anlehnt, kann man es mit einem Fuß auf der Pedale mehr als ausreichend sichern. Dann hast Du auch beide Hände frei um zu lesen, oder wie in meinem Fall, um am Notebook zu schreiben.

  21. Der ADFC sagt auch, dass die Fahrradmitnahme gestattet sei. Allerdings frage ich mich, was das bringt, wenn überall die gedruckte Wahrheit eine andere ist:

    http://www.adfc-berlin.de/aktionenprojekte/rad-und-bahn/330-fahrradmitnahme-doch-moeglich.html

    Morgen muss ich ausnahmsweise ein kleines Stück mit der S-Bahn+Rad fahren und mir wird schon schlecht…!

  22. Ich bin Fahrradfahrerin und Kunderwagenschieberin.

    ich muss sagen, Fahrrad in der Bahn: Bitte einfach einen EIGENEN WAGEN schaffen. Dann können soviele Fahrradfahrer rein, wie passen und die normalen Fahrgäste fühlen sich in ihrem eigenen Wagen nicht gestört.

    Und wenn normalen Fahrgäste in der aktuellen Situation nicht immer die klappsitze nutzen würden, könnten die Räder dort stehen und keiner würde sich gestört fühlen und die Radler müssen ja auch nicht immer unbedingt sitzen.

    ALs Kinderwagenfahrerin ist man leider Gottes auf etwas mehr Platz angewiesen. Gäbe es schmalere Ki-Wagen, würde das Problem nicht bestehen.

  23. Es gibt keine schmäleren Kinderwagen als die aktuellen Monster? Ich finde es im Bus immerwieder faszinierend zu erleben wie man mit 2 Kinderwagen den gesamten Bus zustellen kann 🙁

  24. Es gibt ja immerhin eigene Abteile. Die werden aber von keinem sinnvoll angenommen. Radfahrer verteilen sich über die ganze S-Bahn, andere Fahrgäste auch. Mit eigenen Wagen wäre das nicht anders.

    Die Probleme kann man wohl nur baulich einigermaßen lösen – Klappsitze sind keine geeigneten Fahrradständer und hetzen Fahrgäste gegeneinander auf.

  25. Sitzplätze in der S-Bahn einfach abschaffen. Dann gibt es keine Probleme mehr mit aufgeschlitzten oder verdreckten Polstern, und offensichtlich auch nicht mehr mit radfahrenden Nichtsitzern oder nichtsitzenden Radfahrern, sowie nichtstehenden Nichtradfahrern, stehenden Kinderwagen, liegenden Nichtkindern …

  26. @Jom&Terry Ja toll und die ganzen Betrunkenen rollen dann Nachts durch die Sbahn-Wagons?

  27. Ja toll und die ganzen Betrunkenen rollen dann Nachts durch die Sbahn-Wagons?

    Das tun die ganzen mehr oder weniger leeren Flaschen doch schon lange, ein paar weitere Flaschen dazu dürfte doch den Bodensatz kaum verschlechtern.

    Gut, damit die Kotze etc. besser abläuft, sollten Gitterroste als Fahrzeugboden verwendet werden, so wie sie auch in der Schweinezucht verwendet werden, fehlen nur noch druckfeste Lampen, dann kann so ein S-Bahn-Wagen auch mit dem C-Rohr gereinigt werden.

  28. In den 90ern gabs ja kurzzeitig sogar mal Bewirtung in den S-Bahnen. Da zogen Serviceteams Wagen mit Coladosen und Schokoriegeln durch die Wagen. Eine Idee, die genauso untergegangen ist wie die 1.-Klasse-Abteile aus derselben Zeit. Tom&Jerry würde wohl hingegen Heu verfüttern 🙂

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