Drei Dinge, die aus Radfahrern bessere Radfahrer machen

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In Anlehnung an „Acht Fehler, die fast jeder Radfahrer begeht“ in der Süddeutschen Zeitung und an „4 Dinge, die Radfahrer besser machen können“ im Blog itstartedwithafight hier meine Liste von Verhaltensweisen auf dem Rad, die verbesserungswürdig sind.

1 Handzeichen beim Abbiegen geben
Bei Autofahrern wird die Unsitte, nicht zu blinken, von Jahr zu Jahr schlimmer. Bei den Radfahrern ist es meinem Gefühl nach umgekehrt. Dennoch gibt es immer noch eine erschreckend große Zahl von Radfahrern, die komplett darauf verzichten, die Fahrtrichtung mit der Hand anzuzeigen. Wenn man nach links abbiegt, sollte das Handzeichen mit einem Schulterblick kombiniert werden.

2. Auf Radwegen nicht in der Gegenrichtung fahren
Das Fahren auf Radwegen in die falsche Richtung kommt immer noch vor und führt nicht selten zu sehr gefährlichen Situationen und Beinahezusammenstößen.

3. Überholabstände einhalten
Wenn Radfahrer andere Radfahrer überholen, wird manchmal auf einen Sicherheitsabstand verzichtet. Wenn ich mit dem Bakfiets unterwegs bin, werde ich manchmal nach Ampelstopps in geringstem Abstand überholt, was schon heikle Situationen heraufbeschworen hat, weil Long Johns bei niedrigem Tempo recht große Schlingerbewegungen machen. Deshalb bitte Abstand halten, es müssen ja nicht die eineinhalb Meter sein, die für Kfz-Fahrer Vorschrift sind.

Und wie sieht eure Liste aus?

Süddeutsche Zeitung: Acht Fehler, die fast jeder Radfahrer begeht
itstartedwithafight : 4 Dinge, die Radfahrer besser machen können

Kesselrollen – Teaser

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Stuttgart. Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Stauhauptstadt.
Oder auch: Die Stadt mit dem höchsten Feinstaubanteil in ganz Deutschland. Inmitten des ganzen Staus jedoch, findet sich eine erfrischende Fahrradszene. Die tagtäglich dafür kämpft, dass sich die Zustände in der Landeshauptstadt verbessern. Für eine lebenswertere Stadt. Für die Mobilität der Zukunft. Ein gemeinsamer Treffpunkt dieser Menschen ist die Critical Mass. Kesselrollen portraitiert diese Menschen und deren Initiativen. Wie rollt denn nun die Stadt von morgen?

Dieser Teaser gibt einen kleinen Eindruck von dem finalen Film. Viel Spaß beim Schauen.
Musik von Thorsten Puttenat: putte.de

3.500 Lidl-Bikes für Berlin

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Im kommenden Frühjahr fällt der Startschuss für das vom Senat geförderte Fahrradverleihsystem. Nextbike heißt der neue Anbieter, der mit mindestens 1.750 Leihrädern an mindestens 175 Standorten innerhalb des S-Bahnrings loslegen will. Im Endausbau soll das Nextbike-System auf 5.000 Räder an mehr als 700 Stationen wachsen. Der Senat wird das öffentliche Fahrradverleihsystem mit einem Millionenbetrag jährlich unterstützen.

Das bei der Ausschreibung unterlegene Unternehmen Deutsche Bahn mit seinem Leihradsystem Call a Bike will aber trotz des Wegfalls öffentlicher Förderung weiter in Berlin aktiv bleiben. Dafür hat sich die DB mit dem Discounter Lidl zusammengetan und das Lidl-Bike kreiert. 3.500 der rollenden Litfasssäulen sollen im Frühjahr 2017 zur Verfügung stehen, die die Kunden innerhalb des S-Bahn-Rings, ohne feste Stationen, flexibel ausleihen und zurückgeben können. Bei dem Deal übernimmt die Firma DB Rent den Part des Systembetreibers und betreut die Kunden. Lidl wird der Namensgeber des neuen Fahrradverleihsystems sein und die Farbgestaltung der vollständig neuen Radflotte prägen.

Alle Kunden von Call a Bike sowie der Fahrradverleihsysteme mit weiteren Kooperationspartnern werden auf „Lidl-Bike“ ohne gesonderte Anmeldung zugreifen können. Genauso steht dann auch Lidl-Bike-Kunden die gesamte Call a Bike-Familie deutschlandweit ohne weitere Registrierung zur Verfügung.

Deutsche Bahn: Größtes Fahrradverleihsystem der Deutschen Bahn: 3.500 „LIDL-BIKES“ für Berlin

unterwegs

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Berliner Fahrräder aus dem KEIRIN cycle culture café (darunter ein Rad von Nico Bonnano) und Bilder des Künstlers Eici Sonoda zeigt die Ausstellung „unterwegs“, die ab kommenden Sonnabend bis Anfang Januar in der Galerie des Café Kohi gezeigt wird.

Unterwegs mit dem Fahrrad. Das Fahrrad verbindet beide.

Das Keirin ist einer der schönsten Fahrradläden der Stadt. Hier trifft die Fahrrad-Kultur zusammen. Wer Fahrräder liebt, sollte diesen Laden kennen! Neben dem hauseigenen Kaffee „messenger- by passenger“ findet man hier immer Inspiration und News rund ums Bike. -bunt und international, since 2004-

Auch der Künstler Eici Sonoda war stets mit dem Fahrrad unterwegs, immer auf der Suche nach dem passenden Motiv. Fahrräder tauchen auch in seinen Ölbildern auf. Sie prägen das Berliner Stadtbild und bilden neben der U+S-Bahn spannende Kompositionen in seinen Bildern.

Zeiten: 7. November 2016 bis 6. Januar 2017
Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 – 17 Uhr
Ausstellungseröffnung am 5. November 2016 ab 20:00 Uhr

Ort: Café Kohi
Rungestr. 20
10179 Berlin
Mitte

Facebook-event

Deutschland vom Fahrrad-Wahn betroffen

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Wolfgang Güllner ist Gründer und Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa und Honorarprofessor an der FU. Laut Wikipedia gilt Güllner als ausgesprochen „meinungsfreudig“. Das brachte ihm wiederholt den Vorwurf ein, er vermische die ermittelten Daten mit persönlichen Ansichten, woraus sich ein Cocktail ergebe, der seriös und unabhängig aussehe, doch voller Meinung stecke.

Ein Beispiel seiner Meinungsfreudigkeit präsentiert Güllner heute auf der Webseite einer Partnerorganisation des deutschen Städte- und Gemeindebundes. Unter der Überschrift „Fahrrad – Wahn in Deutschland“ fordert Güllner Kommunalpolitiker auf, sich nicht vom „Fahrrad-Wahn“ verleiten zu lassen, sondern Verkehrspolitik für alle Bürger zu betreiben.

Güllner will „Zahlen, Daten und Fakten zum Thema“ bringen. So sei in den sechziger Jahren in Köln für die „enorme Summe von DM 600.000 ein Fahrradwegenetz“ errichtet worden. „Doch kaum ein Fahrradfahrer wurde auf diesen Fahrradwegen jemals gesichtet.“ Der nächste Fakt, den Güllner heranzieht, ist eine aktuelle Umfrage des Forsa-Instituts zur Nutzung des Fahrrads in einzelnen Bevölkerungsgruppen. Aus der Tatsache, dass 32 Prozent aller Männer und 22 Prozent aller Frauen ein Fahrrad nutzen, schließt er folgerichtig, dass der Anteil derer, die das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzen, nach wie vor eine Minderheit ist. Da das Fahrrad aber nicht von allen Bevölkerungsschichten gleich stark genutzt wird, ist der Anteil der Radfahrer bei jenen deutlich höher, die Präferenzen für die Grünen hegen.

Güllner legt dann Zahlen einer Umfrage des Forsa-Instututs zu wahrgenommenen Prioritäten der Verkehrspolitik vor Ort vor. Danach denken 36 % der Bundesbürger, dass die Politik sich vor allem um Radfahrer kümmert. 30 % der Bundesbürger denken, dass das Auto im Zentrum der Politik steht, während 23 % der Meinung sind, dass die Politik sich vor allem um die öffentlichen Verkehrsmittel kümmert. Und schließlich denken 11 % der Bundesbürger, dass die Interessen der Fußgänger im Fokus der Politik stehen.

Güllners Resumee: „Die Kommunalpolitik wäre somit gut beraten, wieder eine ausgewogenere Verkehrspolitik als heute zu betreiben und sich nicht von „Fahrrad-Lobbyisten“ – wie z. B. dem Initiator des Berliner Volksentscheids „Fahrrad“ Heinrich Strößenreuther – zu falschen Weichenstellungen verleiten zu lassen.“

Kommunal: Fahrrad – Wahn in Deutschland

Kopenhagen (19 Mio.), Groningen (85 Mio.) und Berlin (? Mio.)

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Zur Zeit scheinen sich viele Städte zu überbieten in den Anstrengungen für den Radverkehr. In Kopenhagen wurde gerade ein Budget von 19 Millionen Euro für das kommende Haushaltsjahr beschlossen, um die Bedingungen für das Radfahren noch angenehmer zu machen. Mit dem Geld sollen veraltete Radwege ein upgrade erhalten, Schulwege sollen sicherer werden und mehr und bessere Fahrradabstellplätze sollen an Mobilitätsstationen entstehen. Ebenfalls sehr viel will die niederländische Stadt Groningen investieren. In den kommenden fünf Jahren soll für eine Gesamtsumme von 85 Millionen Euro ein Fahrradtunnel gebaut werden, neue Fahrradstraßen angelegt werden, 5.000 zusätzliche Fahrradparkplätze entstehen und die Fahrradhauptrouten sollen im Winter schneefrei gehalten werden.

Und Berlin? Hier muss man die Gespräche zur Regierungsbildung abwarten. Vielleicht können sich die künftigen Koalitionspartner darauf einigen, bereits jetzt ein Schild an der Beusselstraße am Eingang zum Berliner Großmarkt aufzustellen: „Achtung! Radfahrer kreuzen“.

Cycling Industry News: Copenhagen granted near €19 million for cycling upgrades in 2017 budget
ECF: Groningen spending €85,000,000 on cycling

Luftverschmutzungsproblem gelöst

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Vorgestern noch hatten Aktivisten des Radentscheids vor dem Roten Rathaus gegen die Vergiftung der Luft durch Verkehrsabgase protestiert und heute hören wir aus den Niederlanden, dass Forscher die Lösung für das Problem der Luftverschmutzung gefunden haben. Vorgestellt wurde in Amsterdam der Prototyp eines riesigen Außenstaubsaugers. Es ist ein großer, etwa acht Meter langer Industriefilter aus Stahl, der auf dem Dach von Gebäuden installiert wird. Das Gerät kann etwa 800.000 Kubikmeter Luft in einer Stunde durch das System jagen und dabei 100 % aller Kleinpartikel sowie 95 % aller ultrakleinen Partikel wegfiltern. Die Luft im Umkreis von etwa dreihundert Metern um die Anlage wird damit entscheidend sauberer.

Problem erkannt, Problem gebannt. Nun muss nur noch ein Forscher auf die Idee kommen, ein Windrad hinter den Staubsauger zu stellen, da, wo die ganze picobello Luft rauskommt. Mit dem Strom aus dem Windrad könnten wir den Staubsauger antreiben. Wir hätten ein perfektes Perpetuum Mobile. Alle Dieselfahrzeuge können weiter lustig durch die Stadt stinken, macht ja nichts, wird ja eh gleich weggefiltert. Und einmal in der Woche kommt die BSR, um die Staubsaugerbeutel auszutauschen.

FRance24: Dutch unveil giant vacuum to clean outside air

14. Radtote in Berlin im Jahr 2016

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Gestern starb eine 32 Jahre alte Radfahrerin in der Beusselstraße, nachdem sie von einem rechtsabbiegenden Lastkraftwagen überfahren worden war. Mit der jungen Frau sind bereits 14 Radfahrer in diesem Jahr auf Berliner Straßen umgekommen. Wir wollen nicht weiter hinnehmen, dass in jedem Jahr mehr Radfahrer zu Tode kommen. Kommt heute um 19:30 Uhr zu einer Mahnwache an der Beusselbrücke, um unserer Trauer Ausdruck zu verleihen und die Politiker in dieser Stadt aufzufordern, endlich wirkungsvolle Maßnahmen zu regreifen, damit das sinnlose Sterben ein Ende hat.

Montag, 24. Oktober 2016 um 19:30 Uhr: Mahnwache an der Beusselbrücke vor dem Eingang zum Berliner Großmarkt

Einfacher Trick schützt Radfahrer

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Eigentlich ist dieser Beitrag in einem Autofahrerblog besser aufgehoben. Für diese Zielgruppe hat „DRadio Wissen“ einen kurzen Spot produziert, der helfen soll, dass einem das Öffnen einer Autotür mit der rechten Hand in Fleisch und Blut übergeht. Denn jedes Jahr werden zahlreiche Fahrradfahrer verletzt oder getötet, weil Autofahrer beim Tür öffnen nicht achtsam genug sind.

Aber für jeden Radfahrer sollte es ebenfalls zur Gewohnheit werden, mit genügend Abstand an einem parkenden oder haltenden Auto vorbeizufahren. So kann erst gar nicht eine gefährliche Situation entstehen.

DRadio Wissen: Getürte Radfahrer

Neuköllner Stickoxid- und Feinstaubwarnsystem

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In Berlin sind insgesamt 16  Anlagen an vielbefahrenen Hauptstraßen installiert, um täglich Messungen von Stickoxid und Feinstaub durchzuführen. Die Daten werden am Folgetag vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht. Danach passiert mit den Messwerten nichts mehr, obwohl die Kommune eigentlich verpflichtet ist, wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Messergebnisse über den in der EU zulässigen Höchstwerten liegen.

Die „Initiative Fahrradfreundliches Neukölln“ will das nicht weiter einfach hinnehmen und hat das mehrsprachige „Neuköllner Stickoxid- und Feinstaub-Warnsystem (NSFW)“ ins Netz gestellt. Auf ihrer Seite kann man die dem Wohnort oder dem Arbeitsweg nächstgelegene Messstelle ermitteln und die aktuellen Daten dieser Messstelle auslesen. Neben den aktuellen Werten werden auch die Durchschnittswerte sowie die Tage, an denen die Grenzwerte in den zurückliegenden zwölf Monaten überschritten wurden, dargestellt. Außerdem erhält man automatisch Warnmeldungen per E-Mail, wenn eine Messstation nahe des Wohnortes einen zu hohen Messwert registriert.

„NSFW möchte die Bevölkerung nicht nur informieren, sondern auch zum Protest gegen die dauerhafte Luftverschmutzung aufrufen“, sagt Yvonne Hagenbach vom Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln. „Denn Politik und Verwaltung bleiben trotz der Gesundheitsrisiken der hohen Luftverschmutzung tatenlos“, so Hagenbach weiter. Während beispielsweise in Stuttgart seit Anfang dieses Jahres an besonders schadstoffreichen Tagen Feinstaubalarm ausgelöst werde und die Menschen zum Autoverzicht aufgerufen werden, mache die Berliner Verwaltung nichts.

Initiative Fahrradfreundliches Neukölln
Initiative Fahrradfreundliches Neukölln: Neuköllner Stickoxid- und Feinstaub-Warnsystem