vor 2 Monaten veröffentlicht

Berliner Verkehrssicherheitsbericht 2016

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Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat gestern den Verkehrssicherheitsbericht 2016 vorgelegt. Dieser seit 2005 jährlich erscheinende Bericht soll den Fortschritt des Programms „Berlin Sicher Mobil 2020“ dokumentieren. Ziel dieses Programms ist eine Senkung der Verletzten- und Totenzahlen gegenüber 2011 um 30%.

In den Jahren bis 2006 gab es einen stetigen Rückgang der Unfallzahlen. Dieser Trend kehrt sich jedoch seitdem um und die Zahlen steigen wieder. Eine Ursache liegt darin, dass die Anzahl in Berlin zugelassener Kraftfahrzeuge zugenommen hat. Der Zuwachs betrug von 2011 bis Ende 2015 bei Pkw 5,2 %, bei Motorrädern 8,6 %, bei Lkw 20,6 % und lag im Durchschnitt bei 6,4 %. Der generelle Trend spiegelt sich auch in den Zahlen der getöteten Verkehrsteilnehmer. Nach dem absoluten Tiefstand im Jahre 2013 mit 37 Getöteten wurden im vergangenen Jahr  48 Menschen in Berlin im Straßenverkehr getötet.  Das Risiko, im Berliner Straßenverkehr schwer verletzt oder getötet zu werden, hat sich entgegen aller Zielsetzungen seit 15 Jahren nicht nachhaltig verringert.

Radfahrer gehören zu den Hauptrisikogruppen im Straßenverkehr. Radfahrer haben nach den letzten Daten von 2013 einen Anteil von 13% am Modal Split. Der Anteil der Radfahrer unter den Verunglückten der Jahre 2013 bis 2015 macht jedoch 30,2 Prozent aus. Hauptunfallursachen von Radfahrern sind:

  • Benutzung der falschen Fahrbahn“ (880 bis 940 Unfälle pro Jahr)
  • Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr (600 bis 690 Unfälle pro Jahr)
  • Nicht angepasste Geschwindigkeit (320 bis 380 Unfälle pro Jahr)
  • Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern (210 bis 250 Unfälle pro Jahr).

Hauptunfallursachen gegenüber Radfahrern sind

  • Falsches Verhalten beim Abbiegen (1.400 bis 1.600 Unfälle pro Jahr)
  • Verkehrswidriges Verhalten beim Ein- und Aussteigen (530 bis 630 Unfälle pro Jahr)
  • Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr (390 bis 440 Unfälle pro Jahr)
  • Ungenügender Sicherheitsabstand gegenüber Radfahrern (160 bis 180 Unfälle pro Jahr).

Alle Hauptunfallursachen betreffen Verhaltensweisen von Kraftfahrern. Demgegenüber ist die Unfallursache „Falsches Verhalten von Fußgängern beim Überschreiten der Fahrbahn“ mit 160 bis 180 Unfällen pro Jahr recht klein.

Das Risiko von Radfahrern, bei einem Unfall schwer verletzt zu werden, ist für alte Menschen mit rund 25 % weitaus am höchsten. Ältere Menschen (19 %) weisen ebenfalls ein überhöhtes Risiko auf.

Der Verkehrssicherheitsbericht 2016 präsentiert auch Daten zum relativen Unfallrisiko im Vergleich der Stadtbezirke. Um kleinere räumliche Einheiten als die heutigen Bezirke zu betrachten, werden im Bericht die Unfallzahlen auf die „alten“ Stadtbezirke vor 2001 heruntergebrochen. Hier eine Übersicht über das Unfallrisiko von Radfahrern in einzelnen Stadtteilen im Drei-Jahres-Mittel 2013 bis 2015 (im unten verlinkten Verkehrssicherheitsbericht auf Seite 30):


Wie ist diese Karte zu lesen? Wenn in ganz Berlin ein Unfallrisiko für Radfahrer von 1,0 besteht, dann haben alle grün markierten Altbezirke ein unterdurchschnitliches Unfallrisiko. Die niedrigsten Werte erreichen Hohenschönhausen, Hellersdorf, Marzahn und Steglitz. Orange und rot markierte Stadtteile haben ein erhöhtes Unfallrisiko für Radfahrer. Hier zeigt sich, dass im Altbezirk Mitte das mit Abstand höchste Unfallrisiko für Radfahrer besteht. Mit einem Wert von 4,4 für die alte Mitte ist das Risiko für Radfahrer hier mehr als vier mal höher als in ganz Berlin. Nach Einschätzung des Verkehrssicherheitsberichts stellt deshalb die Einrichtung der Polizei-Fahrradstaffel „vor diesem Hintergrund eine geeignete und räumlich gut platzierte Maßnahme dar“. Erhöhtes Risiko für Radfahrer besteht auch in den Stadtteilen Friedrichshain, Kreuzberg und Tiergarten.

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: Berliner Verkehrssicherheitsbericht 2016

vor 3 Monaten veröffentlicht

Heute Mahnwache in der Königin-Elisabeth-Straße

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Heute vormittag gab es erneut einen tödlichen Unfall mit einer Radfahrerin in Berlin. Wieder war ein Lastwagen beteiligt. Deshalb wird heute um 18:30 Uhr zu einer Mahnwache an der Unfallstelle Königin-Elisabeth-Straße Ecke Knobelsdorffstraße aufgerufen. Der ADFC Berlin wird bei der Mahnwache ein weißes Geisterrad aufstellen. Der Volksentscheid Fahrrad wird 16 Grablichter aufstellen – für jede und jeden getöteten Radfahrenden eines.

Klimatest 2016 geht ins Finale

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Bis übermorgen können sich noch Radfahrer beim ADFC-Klimatest 2016 beteiligen. Am Mittwoch, dem 30. November 2016 endet die dreimonatige Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit aller deutschen Städte und Kommunen.

Der Fahrradclub veröffentlich regelmäßig Zwischenstände der Teilnehmerzahlen. Auch wenn die bisher aufgelaufenen Gesamtzahl der Stimmen nicht veröffentlicht werden, deutet sich ein uneinheitliches Bild an. In einigen Städten wird die Teilnehmerzahll der letzten Erhebung 2014 überschritten, in anderen Gemeinden scheint das Interesse am Fahrradklima einzubrechen. Immerhin wird damit gerechnet, dass 2016 wieder mehr Städte und Gemeinden in die Wertung kommen. 2014 war in 468 Städten die Mindestteilnehmertahlerreicht worden. Zum Vergleich: 332 Städte kamen beim Klimatest 2012 in die Wertung.

ADFC Klimatest

Cargoli, das Miniatur-Cargobike

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Cargobikes sind ein Trend und Symbol der Verkehrswende. Wozu noch mit teurem Auto im Stau stehen wenn zwei Kinder und ein Großeinkauf auch ins Fahrrad passen?

Cargoli

Jetzt gibt es den passenden Geschenk- und Werbeartikel zum Cargobike-Trend: Cargoli ist ein Holzbausatz für Erwachsene und made in Berlin. Die drei Modellvarianten LongJohn, Dreirad und Truck passen unter jeden Weihnachtsbaum und leisten tolle Dienste – zum Beispiel als Stiftehalter, Schmuckkästchen oder Trinkgeldkasse. Ab einer Mindestabnahmemenge sind die Cargolis auch mit eigenem Logo zu haben.

  • Steckbausatz mit Teilen aus Birkensperrholz (6,5 mm, Laserschnitt) und Buche-Vollholz
  • verpackt inklusive Montageanleitung im hochwertigen Baumwollbeutel mit Cargoli-Logo
  • VK-Preis: LongJohn und Dreirad 25 €, Truck 35 €; auf Anfrage größere Stückzahlen zum Staffelpreis und mit Wunschlogo
  • Händlerliste und Online-Shops: www.cargoli.de/bestellen.html 
  • Lieferung und Ladenverkauf ab Anfang Dezember

www.cargoli.de

Ein Jahr Volksentscheid Fahrrad

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Heute vor einem Jahr trafen sich knapp drei Dutzend Fahrradintressierte in einer alten Brauerei in Kreuzberg zu einem Wochenendworkshop, um Möglichkeiten und Risiken eines „Volksentscheid Fahrrad-Stadt-Berlin“ auszuloten, wie es damals noch hieß. Eingeladen dazu hatten Frank Masurat, Schatzmeister des Berliner ADFC, und Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte. Unter den Teilnehmern des Workshops waren Mitglieder von ADFC, VCD, NABU sowie Leute aus der freien Fahrradszene.

Jeder hatte jeweils fünf Ziele mitgebracht, die er oder sie in einer möglichen Fahrradstadt Berlin verwirklicht sehen wollte. Aus dieser langen Liste mit Zielen wurden in dieser Klausurtagung und in den folgenden Tagen die zehn Ziele des Volksentscheids Fahrrad herausgearbeitet. Unter allen Teilnehmern bestand Einigkeit, dass die Zeit reif ist für eine Kampagne für das Fahrrad. Es gab aber auch skeptische Stimmen, ob das Ziel eines Volksentscheids realistisch ist.

In den darauffolgenden Monaten haben sich viele Menschen vom Virus des Fahrradvolksentscheides anstecken lassen und mit unglaublicher, kreativer Energie viele Aktionen durchgeführt, die das Thema breit in der Öffentlichkeit verankert hat. Als dann auch noch die Mitgliederversammlung des ADFC den Volksentscheid gegen den Rat des Vorstandes mit einer breiten Mehrheit unterstützte, entwickelte sich eine Euphorie, die auch heute noch nicht abgeklungen ist.

Ein Jahr später sind Forderungen des Fahrradvolksentscheides Bestandteil des Koalitionsvertrages. Damit ein RadGesetz im kommenden Jahr verabschiedet wird, hat die Initiative eine Fundraising-Kampagne gestartet: Ziel ist, drei Stellen in Vollzeit für sechs Monate sowie die Büromiete zu finanzieren.

Volksentscheid Fahrrad
Volksentscheid Fahrrad Fundraising-Kampagne

Tegenwindfietsen 2016

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In Koksijde in Belgien wurde heute ein Querfeldein-Worldcup-Rennen abgesagt. Zu viel Wind. Für das Gegenwindrennen auf dem Oosterschelder Sturmflutwehr in den Niederlande waren es also beste Bedingungen. Wir immer wird „NK Tegenwindfietsen“ auf handelsüblichen Hollandrädern ohne Schaltung ausgetragen, 8,5 Kilometer immer stramm gegen den Wind. Heute wurden bei allen Teilnehmern deutlich längere Zeiten gemessen als in den Vorjahren. Der Sieger bei den Männern brauchte 21:30 Minuten. Zum Vergleich: der Sieger kam 2013 in unter 18 Minuten ins Ziel und alle vergangenen Sieger kamen in weniger als zwanzig Minuten über die Ziellinie. Bei den Frauen kam Mathilde Matthijsse nach 28:09 Minuten ins Ziel. Sie verteidigte ihren Titel aus dem letzten Jahr, als sie 21:23 Minuten für die Strecke auf dem Flutwehr brauchte. Im Video die eine Fahrerin Neeltje Jans beim Tegenwindfietsen 2016.

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R2G-Koalitionsvertrag in Berlin zum Thema Radfahren

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Heute hat die künftige Koalition von Sozialdemokraten, Linken und Grünen die Koalitionsvereinbarung für die Legislaturperiode von 2016 bis 2021 veröffentlicht. Wir dokumentieren die Passagen des Vertrages, die den Radverkehr betreffen.

Neue Impulse für einen großstadtgerechten Radverkehr

In einem ersten Schritt wird die Koalition bis zum Frühjahr 2017 – unter Berücksichtigung von Zielen des „Volksentscheid Fahrrad“ und der im Koalitionsvertrag genannten Maßnahmen – einen Gesetzentwurf für den Radverkehr vorlegen und einbringen. Dazu wird ein Dialog mit dem „Volksentscheid Fahrrad“ und anderen Mobilitätsinitiativen und Verbänden geführt. Die Koalition will in dieser Wahlperiode massiv in den Ausbau der Fahrradinfrastruktur und des -netzes investieren sowie die Planungs- und Umsetzungsprozesse beschleunigen.

Es wird ein Bündnis für den Radverkehr / Bündnis zur Förderung des Radverkehrs, u. a. mit dem Land, den Bezirken, der Verkehrslenkung Berlin, der BVG und S-Bahn, den Leitungsbetrieben sowie mit weiteren relevanten Akteur*innen bzw. Entscheidungsträger*innen geschaffen. Eine Projektsteuerung soll die von der zuständigen Senatsverwaltung in Auftrag gegebenen gesamtstädtischen Projekte koordinieren, planen und umsetzen und alle relevanten diesbezüglichen Aufgaben übernehmen. Hierfür wird eine landeseigene Velo-GmbH gegründet, die in der Startphase bei der Grün Berlin GmbH angesiedelt werden soll.

Es wird eine Koordinierungsstelle Radverkehr eingerichtet, die für die Kommunikation und Koordination mit der Verwaltung auf Landes- und Bezirksebene, den Verkehrs- und Leitungsbetrieben, der Projektsteuerung, dem Parlament, den Verbänden und der Öffentlichkeit zuständig ist.

Bei der zuständigen Senatsverwaltung werden mindestens zehn Vollzeitstellen und bei der o. g. Projektsteuerung eine angemessene Zahl an Vollzeitstellen eingerichtet, sowie Personalmittel für durchschnittlich zwei Ingenieursstellen pro Bezirk zur Verfügung gestellt. Die Personalmittel für die Bezirke werden an die Umsetzung von Maßnahmen gekoppelt. Zur Finanzierung werden im Jahr 2018 40 Mio. und ab 2019 jährlich 51 Mio. Euro Mittel in den Landeshaushalt eingestellt, die ausschließlich der Radverkehrsinfrastruktur zugutekommen, und für die langfristige Finanzplanung entsprechend auch Mittelzusagen für die folgende Legislaturperiode getroffen. Nicht ausgeschöpfte Mittel sind in das nächste Haushaltsjahr übertragbar. Die bezirklichen Straßenverkehrsbehörden werden wieder bei der Abteilung Tiefbau in den Straßen- und Grünflächenämtern (SGA) eingegliedert. 2017 werden mindestens 10 Mio. € zusätzlich für die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur eingestellt.

Radverkehrsinfrastruktur ausbauen

Die Koalition verfolgt die Errichtung von im Regelfall mindestens zwei Meter breiten Radstreifen entlang des Hauptstraßennetzes. Die Streifen sollen so breit sein, dass ein sicheres Überholen möglich ist. Aus Gründen der Mobilitätssicherheit soll abschnittsweise eine physische Trennung des Radverkehrs sowohl vom Auto- als auch vom Fußverkehr erfolgen.

Auf Nebenstraßen will die Koalition ein Netz aus Fahrradstraßen planen und errichten, das mit der restlichen Radverkehrsinfrastruktur verknüpft wird. Die Koalition nimmt zur zügigen Umsetzung die notwendigen Änderungen des Allgemeinen Zuständigkeitsgesetzes (AZG) vor. Und sie erarbeitet einen Leitfaden für die Gestaltung von Fahrradstraßen.

Einbahnstraßen sollen so weit wie möglich in beide Richtungen für den Radverkehr geöffnet werden. Die Koalition bringt den Umbau von Kreuzungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit voran; in den nächsten fünf Jahren sollen die laut Unfallkommission ermittelten gefährlichsten Kreuzungen umgebaut werden. An Baustellen müssen die Bedürfnisse von Radfahrer*innen und Fußgänger*innen berücksichtigt werden.

Bei den gehwegbegleitenden Radwegen, die in den nächsten Jahren voraussichtlich erhalten bleiben, werden Sichthindernisse vor Kreuzungen beseitigt, damit die Radfahrer*innen im Blickfeld der abbiegenden Autofahrer*innen sind. Die Koalition wird den Bau von Radschnellverbindungen vorantreiben, damit Pendler*innen weitgehend kreuzungsfrei – oder an Knotenpunkten bevorrechtigt – auch größere Distanzen überwinden können. Ziel ist eine Gesamtlänge von 100 km. Die Koalition wird Prioritätsnetze für ÖPNV, Fahrrad und Motorisierten Individualverkehr (MIV) definieren, auf denen das jeweilige Verkehrsmittel Vorrang hat und bevorzugt beschleunigt wird (Grüne Welle).

Die Koalition wird in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode für einen Zeitraum von zwei Jahren ein Pilotprojekt „Grüner Pfeil für Radfahrer*innen“ durchführen. In einem klar abgegrenzten, nicht hoch verdichteten Stadtbereich werden Ampelkreuzungen speziell ausgeschildert, um Radfahrer*innen das Abbiegen nach rechts oder das Geradeausfahren an T-Kreuzungen zu ermöglichen. Die Verkehrssituation muss dies trotz Rotampel erlauben.

Die Koalition wird das sichere und bedarfsgerechte Fahrradparken weiter vorantreiben. Dazu werden vermehrt Fahrradbügel aufgestellt und in dicht besiedelten Stadtbereichen auch Kfz-Plätze umgewandelt. In den Außenbezirken werden Bike&Ride-Plätze geschaffen. An den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten, wie z. B. Ostkreuz, Hauptbahnhof, Südkreuz, Zoo oder Gesundbrunnen, werden Fahrradparkhäuser gebaut. Die Koalition startet eine Öffentlichkeits-Kampagne, um die Berliner*innen zu einem Umstieg auf das Fahrrad zu ermuntern. Die Koalition will gemeinsam mit dem Land Brandenburg die schadhaften Stellen des Mauerwegs beseitigen und die Defizite beheben.

Koalitionsvereinbarung zwischen SPD, den Linken und Grünen, Seite 51ff

2 Räder – 200 Jahre

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Bis zum 12. Juni 2017 werden wir viele Ausstellungseröffnungen, Veranstaltungen, Reden, Bucherscheinungen, Aufsätze und Würdigungen aller Art erleben, die sich mit dem 200-jährigen Geburtstag des Fahrrads beschäftigen. Am Donnerstag, dem 12. Juni 1817 ging Karl Drais mit dem von ihm erfundenen Laufrad auf Fahrradtour von Mannheim nach Schwetzingen. Für die 14 km lange Strecke benötigte Drais eine knappe Stunde, nicht schlecht, aber damals wurden Radfahrer ja auch noch nicht von roten Ampeln ausgebremst.

Das Technoseum, das Technikmuseen in Mannheim, beginnt den Reigen der Huldigungen mit der Ausstellung „2 Räder – 200 Jahre. Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrades“. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist Macher und Erfinder Drais. Gezeigt wird seine revolutionäre Laufmaschine, eine historische Wagnerwerkstatt und zeitgenössische Exponate und Dokumente aus dem Leben von Drais. Weitere Stationen widmen sich der Entwicklung des Rades von der Draisine zum Massenprodukt, dem Auto als der Konkurrenz des Rades auf vier Rädern und dem Revival des Fahrrads in den letzten Jahrzehnten.

Ausstellung des Technoseums Mannheim: 2 Räder – 200 Jahre
vom 11. November 2016 bis Juli 2017

Bikeshorts auf der Interfilm

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Vom 14. bis zum 20. November 2016 werden auf dem 32. Internationalen Kurzfilmfestival „Interfilm Berlin“ etwa 600 Filme aus 70 Ländern in 50 Programmen, 6 Wettbewerben, 9 Kinos und 4 Stadtteilen gezeigt. Mit dabei: die sechste Ausgabe der Bike Shorts mit drei Screenings in drei verschiedenen Kinos. Gezeigt werden zweihundert Jahre nach der Erfindung des Fahrrads Filme aus Estland, Spanien, England, Australien, Brasilien, den Niederlanden, Thailand, den USA und aus Deutschland. Sie zeigen, dass das Fahrrad wieder zum Sinnbild von Freiheit geworden ist: Von der Erleichterung nach einer harten, persönlichen Herausforderung, der Freiheit am Stau vorbeizufahren, der Weite unendlich scheinender Landschaften sowie der Chance, durch das Radfahren neue Perspektiven zu entwickeln.

Gezeigt werden die Kurzfilme im:
Il Kino am 16.11 um 20:00 Uhr
Passage 1 am 18.11. um 23:00 Uhr
Roter Salon am 20.11. um 21:00 Uhr

Interfilm
Bikeshorts auf Facebook

Tutorial: So pixelt man ein Laufrad weg

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Kurz und knapp in 24 Sekunden gezeigt, ein Photoshop-Video-Tutorial zum Thema „Wie pixele ich ein Vorderrad weg?“ Geht ganz einfach, zwei, drei Klicks und das Rad ist nicht mehr da.

Und unter diesem Youtube-Link erfährt man, wie sich die ganze Geschichte zugetragen hat.